Donnerstag, 7. November 2013

Eine Quelle der Güte


Häufig kommt es vor, dass wir ein Gefühl haben, dass irgendetwas fehlt, sei es materieller Art oder in Form von Zuwendung, Anerkennung etc. Wir haben das Gefühl wir brauchen etwas. Dies wird unterstützt von unserer Konsumgesellschaft welche uns kontinuierlich sagt, was wir brauchen.
Unser Glück kommt jedoch nicht vom Haben. Wir können aber aus Erfahrung sagen, dass im Geben großes Glück und große Freude steckt.
Aus diesem Grund ist die Großzügigkeit eine wunderbare Praxis die dem Gefühl der inneren Leere, dem Gefühl des nicht genug Habens entgegenwirken kann.

Wir können uns damit verbinden was wir haben und uns vorstellen, wie wir es den uns nahe Stehenden geben oder jenen Lebewesen die es benötigen. Dies kann auch materieller Natur oder ein Gefühl wie Liebe, Zuneigung, Trost oder ein Lächeln sein.

Wir können durch die Straße gehen und bei jedem Menschen oder Tier dem wir begegnen überlegen was es wohl bräuchte und dann stellen wir uns vor wie wir dies geben.

Großzügigkeit heißt nicht nur materielle Güter geben. 
Großzügigkeit kann auch geübt werden, indem wir anderen Schutz geben z.B. in dem wir versprechen, dass wir nicht töten, dann fühlen sich die Tiere in unserer Nähe wohl und sicher. Wir können auch Insekten vor dem ertrinken in unserer Tasse retten. Auch damit geben wir Schutz, geben wir Leben. 

Es kann interessant sein, sich für eine Woche oder mehr dazu zu verpflichten, jeden Tag mindestens drei Handlungen der Großzügigkeit auszuführen.

Das Ziel mit diesen Übungen ist es, als Erstes zu erkennen, dass wir immer etwas zu geben haben und dies wirkt dem Geist entgegen, der ständig das Gefühl hat nicht genug zu haben.
Zum Zweiten hilft es unseren Fokus zu ändern. Unser ständiges Rennen nach dem was das „ich“ braucht können wir ändern, indem wir uns umschauen und versuchen zu verstehen und zu geben was andere brauchen. Wenn es uns direkt nicht möglich ist, dann indirekt mit einem Wunschgebet. 
Zum Dritten kann unser ganzes Leben, unser ganzes Sein, in eine kontinuierliche Quelle des Gebens werden, ohne Erwartungen jedoch mit großer Freude und jeder Möglichkeit nutzend. 
Dies wird uns schlussendlich zum größten Glück führen. Da an einem Punkt alle Angst des "Verlierens" und alle Gefühle des „Brauchens“ vollständig transformiert sind und wir so mit unserer natürlichen Quelle der liebenden Güte und Weisheit verbunden spontan und kontinuierlich geben was immer die Wesen brauchen.
(Inspiriert durch 12 Unterweisungen zum Thema Grosszügigkeit von Venerable Damchö.)

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