Dienstag, 15. April 2014

Zwei Seiten von Mitgefühl

“Es gibt eine andere Möglichkeit über die Beziehung zwischen der Arbeit für sich selber und der Arbeit für andere nachzudenken. Diese zwei Orientierungen müssen nicht im Konflikt miteinander sein. Wir
können von Mitgefühl reden, welches in zwei Richtungen schaut: nach außen und nach innen. Wenn das Mitgefühl nach innen schaut, in sich Selbst, würden wir diese Haltung im Buddhismus als Entsagung bezeichnen. Entsagung nach dieser Definition ist der Wunsch sich von allem was Leiden verursacht abzuwenden.  Wenn wir entsagen- nach Buddhistischer Ansicht-  lehnen wir nicht die Dinge selbst ab; wir lehnen unsere Anhaftung zu diesen Dingen ab. Wir entsagen was immer uns Schmerz und Unzufriedenheit bringt. Dies beinhaltend auch unser endloses Streben nach leeren Sinnesvergnügen. Entsagung ist ein weiser Weg sich um sich selbst zu kümmern. 
Wenn das Mitgefühl sich nach außen wendet, dann ist es das was wir mehrheitlich unter Mitgefühl verstehen: wir wollen, dass andere frei von Leiden sind und von allem was Leiden verursacht.“
(Aus: “The Heart is Noble” by the Gyalwang Karmapa Ogyen Trinley Dorje, p.167)

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