Freitag, 3. Juni 2016

Glück ist nicht kompliziert



Wir konnten es kaum fassen, als wir- meine Mutter und ich- die ersten Bilder von der Ankunft von dem Gyalwang Karmapa in der Schweiz anschauten.

Wie der Karmapa später in den Unterweisungen erwähnte, war es für ihn seit Kind ein Traum die Schweiz zu besuchen, da er wusste, dass hier viele Tibeter und Tibeterinnen leben. Auch für uns war es ein Wunsch, dass seine Präsenz dieses Land segnen würde und natürlich war es auch ein Wunsch, dass wir zu diesem Zeitpunkt auch in der Schweiz sein würden.

Als wir dann in Genf tatsächlich den Gyalwang Karmapa sahen wie er das schöne Theater betrat kam es uns einerseits wie ein Traum vor und andrerseits spürten wir eine tiefe Vertrautheit.
Ganz still war es, der Karmapa verbeugte sich, setzte sich auf den Thron und ganz schlicht und einfach begann er mit den Unterweisungen wie man den Geist still werden lasst. Gemeinsam übten wir gleich das gelernte und so schwangen wir uns alle in eine tiefe Stille ein.

Nicht nur in Genf, auch in Zürich sprach der Gyalwang Karmapa von der Zufriedenheit. Er betonte wie wir nur mit der Tatsache, dass wir hier so frische saubere Luft atmen können, uns mit einer tiefen Zufriedenheit verbinden können. Glück muss nicht kompliziert sein, betonte er.
Ich fand es beeindruckend und war berührt wie der Gyalwang Karmapa grad das tiefste Problem einer solcher Überfluss Gesellschaft wie wir es hier sind, erkannte. Wir haben wirklich alles und doch ist Unzufriedenheit, Depression und damit auch die Selbstmordrate sehr hoch.
Wieder unseren Geist zu schulen, sich mit den einfachen und doch so wundersamen Tatsachen wie der Atmung zu verbinden und damit eine Zufriedenheit in jedem Moment zu kultivieren ist wohl das einzige, dass diesen Planeten und uns lebenden Wesen auf diesem Planeten noch retten kann. Wie der Karmapa erklärte können wir in der Atmung unsere enge, untrennbare Verbindung mit der Natur erkennen. Können über das Wunder des menschlichen Lebens staunen und dankbar für jeden Moment des eignen Lebens sein. Uns auf diese Weise durch den Tag immer wieder mal innehalten und mit dem Atem zu verbinden kann zu einem zufriedenem Geist führen. Wenn sich mehr Zufriedenheit in unserm Geist breit macht, fällt es uns ganz einfach bescheidener zu Leben und weniger zu wollen und zu müssen und damit schützen wir auch die Umwelt und lernen zu unterscheiden was wir wirklich brauchen von dem was was wir wollen.

In verschiedenen Momenten äusserte der Karmapa, dass er hofft wieder und wieder zu kommen und so freuen wir uns seine gesegnete Präsenz hoffentlich bald wieder in der Schweiz willkommen zu heissen und weiter Unterweisungen für ein glücklicheres, weiseres und mitfühlenderes Leben zu bekommen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen