Spieglein, Spieglein...

Gyalwang Karmapa fügte dann hinzu, dass genau wie wir in den Spiegel schauen für unsere körperliche Erscheinung, ist es noch von viel grösserer Notwendigkeit einen Spiegel zu haben, der uns erlaubt, unseren eigenen Geist zu sehen.
Wenn wir analysieren, wie die Wut funktioniert, scheinen wir häufig nicht zu verstehen, dass unsere Wahrnehmung von einem Feind da draussen eigentlich von unserer eigenen Haltung von Böswilligkeit kommt und von unserer Gewohnheit den Groll kleiner Begebenheiten zu nähren, erklärte Gyalwang Karmapa. Wenn wir es uns aussuchen uns kontinuierlich in Verletzungen, die uns in der Vergangenheit angetan wurden, zu drehen- meistens Ereignisse die nur einen kleinen Teil dessen andauerten, als wir danach darüber brüten- machen wir uns unsere liebevollen Mutter- und Vater-fühlende Wesen zu unseren Feinden. Als Praktizierende auf dem spirituellen Weg können wir jedoch auf die Verletzung der anderen mit noch grösserem Mitgefühl antworten.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen