Manchmal ist es schon ein bisschen hart... Dann steigt doch irgendwelche Aversion oder Wut auf und dann, ganz nach seiner alten Gewohnheit findet der verblendete Geist die Schuldige oder der Schuldige oder das Schuldige, das uns scheinbar dieses grosse Leiden bringt. Ganz schnell steigt dann auch noch die dazugehörige Geschichte und die 100 Gründe auf, warum wir diese Person, diese Situation oder dieses Ding wirklich nicht leiden können. Hört man sich die Geschichten und all die Gründe jedoch etwas genauer an, muss man sich zugestehen, dass die Geschichten alles andere als neu sind und die Gründe, … hmmm, haben nicht sehr viel mit der Realität zu tun. So sitzt man also in diesem Haufen von verblendeten Emotionen und hat plötzlich niemanden und nichts was man dafür beschuldigen könnte. Einen guten Moment um tief Luft zu holen und zu beginnen die Verantwortung für das eigene Leiden zu übernehmen. Ja, ja, nicht immer ein ganz einfacher Prozess, jedoch langzeitig sehr wertvoll und unheimli...
Die Tage sind voll mit tiefer Praxis, in der wir immer mehr auf die Schliche kommen, wir wie uns selber und anderen Leiden verursachen und welche Mittel wir anwenden können um uns von diesen unheilsamen Gewohnheitsmustern und Handlungen zu befreien. Auch entdecken wir immer mehr Orte der Stille in uns selber und es öffnen sich Türen zu Qualitäten die wir gar nie richtig in uns selber gesehen haben. Um 5.15 Uhr morgens beginnen die ersten Praktizierenden mit dem Füllen der Wasserschalen auf dem Altar als Gabe an die Buddhas und Bodhisvattas damit um 6.00 Uhr alles bereit ist für die erste Session. Der ganze Tag ist der Praxis gewidmet bis wir um 21.30 Uhr mit den letzten Widmungsgebeten den Tag abschliessen. Einige von uns treffen uns danach in der kleinen Meditationshalle um in einer kurzen Praxis von Chö die letzten Gaben darzubringen. Gewöhnlich kehren wir vier Nonnen so um 22.00 Uhr zu unseren Zimmern zurück,- so auch am 7. September. Bis ich etwas vor Mitternacht spürte w...
Dank einer wachsender Freundschaft mit Praktizierenden aus Spanien, welche wir in Indien an Unterweisungen von Tai Situ Rinpoche kennen gelernt haben, wurde es möglich, das Nangpel und ich nach Spanien reisen konnten. Als Stellvertretung der Dharmadatta Nonnengemeinschaft durften wir 17 Tagen in die Spanische Kultur eintauchen. An jedem Ort hatten wir die Möglichkeit gemeinsam zu praktizieren und unsere Freundschaften in Spanien zu vertiefen. In Barcelona durften wir uns berühren lassen durch Gaudis grossartigen Kathedrale "Sagrada Familia" die er in seiner tiefen Hingabe erschuf. Nangpel, das erste Mal in Spanien und erst das zweite mal in Europa war sehr angetan von den gotischen Kirchen. Darum nahmen wir verschiedene Gelegenheiten war um Kerzen in diesen beeindruckenden Orten der Gebete darzubringen. Wünsche für Frieden und Harmonie liessen wir in diesen heiligen Hallen zurück welche sich vermischten mit den Wünschen und Gebeten von vielen Generatio...
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