Die Kraft der Wunschgebete

Darum habe ich gedacht, wäre es keine schlechte Idee
etwas über Wunschgebete zu schreiben.
Die Inspiration für die folgenden Worte kamen aus drei Vorträgen, welche
die Ehrwürdige Damcho für einen Online Dharma Kurs gab.
Eine gute Frage wurde einst gestellt und scheint in
mehreren Köpfen zu schwirren: Was machen die Buddhisten eigentlich wenn sie
beten? Wenn sie an keinen Gott glauben an wen richten sie dann ihre Gebete?
Ja, was machen wir wenn wir beten?
Zu , Beginn besteht ein grosser Wunsch nach Verwirklichung um dadurch optimal für allen
Wesen von grossem Nutzen sein zu können. Somit sind die Wunschgebete eine Art
Brücke zwischen dem Jetzt und der Zukunft- etwas ist Jetzt präsent dass wir
gerne in Zukunft leben möchten.
Mit unseren Wunschgebeten drücken wir aus was für eine
Zukunft wir gerne hätten. Darum gehen den Wunschgebeten folgende Fragen voraus:
Was für eine Zukunft möchten wir für diese Welt? Was für eine Gesellschaft
möchten wir? Was für Qualitäten wollen wir in uns kultivieren? Was für einen
Umgang zwischen den Menschen, Menschen und Tieren, Menschen und Natur wünschen
wir uns? Etc.
Der Buddhistische Weg- wie auch viele andere spirituellen
Wege- sind Wege der Wachheit, die uns aufwecken
und erinnern: Wo ich bin und wohin ich gehe..
In den Wunschgebeten anerkennen wir ganz klar unsere
momentanen Einschränkungen, jedoch können wir auch erfahren, dass unser Geist
frei von allen Schranken ist und somit sind die Wunschgebete ein Instrument um
die Samen des Unvorstellbaren zu sähen. Wie würde es sich anfühlen, wenn mein Geist
von unvoreingenommener Liebe durchdrungen ist, welches kein Lebewesen ausschließt,
frei von jeglicher Aversion und Anhaftung? Wie wäre es, wenn keine äußeren
Schwierigkeiten meinen inneren Frieden erschüttern könnten? Wie wäre es wenn
jede meiner Handlungen nur Nutzen für die Wesen bringen würde? Wie wäre es wenn
ich in jeder Situation genau wüsste, was das Heilsamste
Beste für mich und für andere ist?
Dank unserer Vorstellungskraft können wir uns dies
vorstellen.
Je klarer und
deutlicher wir uns diese Ziele vorstellen können und Vertauen entwickeln , desto
tiefer und authentischer werden unsere Wunschgebete.
Je authentischer unsere Wunschgebete werden, desto mehr
sind wir gewillt alle möglichen
Schwierigkeiten auf uns zu nehmen um unseren Zielen näher zu kommen.
Die Wunschgebete limitieren sich jedoch nicht nur auf
unser Leben und unsere Entwicklung. Auch
wenn dies der Beginn ist, trainieren wir uns darin diese persönlichen Wünsche
so weit wie möglich auszudehnen bis sie wirklich alle Lebewesen und die Welt
als Ganzes umfassen. Dies nicht nur zu sagen sondern auch im Herzen zu spüren
braucht etwas Übung.
Schon allein das Kultivieren dieser Wünsche wird uns
einen anderen Umgang mit schwierigen Situationen erlauben.

Mögen wir alle den Mut, das freudvolle Bemühen, den
Durchhaltewillen und das Mitgefühl entwickeln um unsere edelsten und größten Wünsche
verwirklichen zu können.
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