Samstag, 17. August 2013

Was ist „Praxis“?

Dromtönpa hatte einmal einen Mönch gesehen der eine Stupa umkreiste und wusste intuitiv, dass dieser Mönch dies mit einer weltlichen Motivation macht. Dromtönpa bemerkte: „Es ist gut, dass du die Stupa umkreist, es wäre jedoch besser zu praktizieren.“ Später sah er den Mönch Niederwerfungen machen. „Niederwerfungen sind gut,“ sagte er,“ jedoch wäre es besser zu praktizieren.“ Nach einer Weile begann der Mönch zu meditieren und Dromtönpa bemerkte wieder, dass es ok sei Retreats zu machen, es jedoch noch besser wäre zu praktizieren.
Schlussendlich war der Mönch so perplex und fragte nach was er den mit dem Wort „Praxis“ meinte. Dromtönpa antwortete, dass dies heißt, alle Sorgen um dieses Leben loszulassen und wahre Liebe und wahres Mitgefühl zu entwickeln.

(Aus „Atisha’s Lamp For the Path to Enlightenment” by Geshe Sonam Rinchen)

Sonntag, 4. August 2013

Stufenweise zur Befreiung


Heute Abend werden wir eintauchen, in ein vier Wöchiges hören, reflektieren und meditieren über die Stufen des Weges zur Befreiung, wie sie vom grossen Meister Atisha in „Die Lampe auf dem Weg“ dargelegt wurde.
In zwei Unterweisungen täglich, wird Damcho-la die verschiedenen Themen des LamRims erklären und in zwei analytischen Meditationen werden wir diese Themen vertiefen und „vom Kopf ins Herz“ bringen.
Des weiteren werden täglich Diskussionen und Selbstreflektions-Übungen statt finden. Diese werden die Auseinandersetzung mit Konzepten wie Vergänglichkeit, Karma und wertvolle menschliche Wiedergeburt unterstützen.

Im Moment werden noch die Kissen in der Meditationshalle bereit gelegt und das Organisationsteam ist noch mit letzten Vorbereitungen beschäftigt... und langsam kommen die ersten Leute fürs Retreat an....

Wer mal einen visuellen Eindruck bekommen möchte kann ab und zu auf unserem spanischen Blog reinschauen: http://en-el-camino-andamos.blogspot.mx/


Hier noch einen mehr detaillierten Einblick in unseren Tagesablauf:


6:00 – 6:30                            Kaffe oder Tee

6:30 – 7:30                            Motivation
                                             (Zuflucht und Bodhichitta mit Niederwerfungen)

7:30 – 8:30                            Frühstück

8:30 – 9:45                            Unterweisungen

9:45- 10:45                          Karma yoga

10:45 – 11:45                       Analytische Meditation        

11:45 – 12:30                       Körperübungen

12:30 – 14:30                       Mittagessen und Ausruhen

13:45 – 14:15                       Optional–Rezitation des Sanghata Sutras

14:30– 15:15                        Gruppen Diskussion

15:15 – 15:30                       Pause (Tee)

15:30 – 16:15                       Aufgabe für Selbstreflektion

16:15 – 16:45                       Pause

16:45 – 17:30                       Tonglen 
                                           (Chenrezig praxis in der Zeit des Schweigens und der letzten Woche)

17:30 – 17:50                       Pause

17:50 – 19:00                       Unterweisung

19:00 – 20:00                       Nachtessen

20:00 – 21:30                       Analytische Meditation und Widmung



Donnerstag, 1. August 2013

Wahrer Frieden


Wahrer Frieden kann nicht durch Gewalt errungen werden oder indem man einfach das Wort “Frieden” ins Feld führt oder beschwört. Er kann nur erlangt werden durch Üben des Geistes und dadurch, dass man lernt inneren Frieden zu pflegen. Frieden ist ein ruhiger und sanfter Geisteszustand.
Gyalwang Karmapa Ogyen Thrinely Dorje