Samstag, 20. Februar 2010

Feiern

Am 17. Februar waren es genau zwei Jahre, in denen wir- Nangpel-la und ich- den Dharmaweg mit den Novizinnengelübden in unseren Herzen gehen. Und ein Jahr ist es her, als Gyalwang Karmapa die Haarschneidezeremonie für Drölma-la durchführte, als erster Schritt für ihre Ordination im März 2009 mit Thrangu Rinpoche. Um all dies zu feiern, rezitierten wir für mehr als drei Stunden ausgewählte Wunschgebete und widmeten unsere Freude und all unsere Verdienste für die Glücklichkeit aller Wesen.

Was alles in diesen zwei Jahren passiert ist, geht über die Worte hinaus und alles was mir bleibt ist meine Freude über unsere zwei Jahre neues Leben auch hier mit einem Wunschgebet zu feiern. (Ein paar Verse aus dem „Wunschgebet für Glück und Freude der Wesen“)
Die Menschen seien ohne Frucht vor Krankheit, Alter, Tod und ihre Sicht der Welt sei zutreffend. So entstehe ein Geist wechselseitiger Liebe in ihnen und eine Freude ohne Mass verbreite sich. Darum bitte ich.
Die Städte seien mit Girlanden weisser Fähnchen, die sich im sanften Winde bewegen, verschönt und sie seien mit gut gekleideten, juwelen geschmückten, wohlhabenden Menschen angefüllt, darum bitte ich.
Durch schöne Wolken, Ketten von Blitzen am Himmel, durch den betörenden Tanz frohlockender Pfauen auf der Erde und durch einen feinen, gemächlich fallenden Regen verbreite sich Freude unter den Wesen. Darum bitte ich.
Die Berge seien mit Gräsern, Blumen und Wasserfällen geschmückt, die verschiedenen Täler reich an Vieh und Getreide. Dass die Menschen Gesänge höchster Freude singen und somit frei von Hochmut und Streit sind, darum bitte ich.
Kraft des Mitgefühls und des Segens der verlässlichen Guru, Kraft der Wahrheit des Soseins aller Erscheinungen und durch die vollkommene reine Kraft meiner erhabenen Absicht geschehe alles entsprechend meinem Bitten.

Samstag, 13. Februar 2010

Khenpo Tsültrim Gyatso Rinpoche


Dank eines lang- jährigen Schülers von Khenpo Tsülrim Gyatso Rinpoche wurde es uns möglich diesem grossen Meister zu begegnen. Khen-Rinpoche gab uns den Segen für unsere Gemeinschaft und ein paar Worte, dessen Tiefe wir noch nicht erfasst haben, jedoch unsere Herzen tief berührte.

Dienstag, 9. Februar 2010

Ein grosses Geschenk

Der Mönlam dieses Jahr hatte noch eine andere, wunderbare, ganz spezielle Seite. Dieser Jahr war eine Person unter all den rezitierenden Leuten, der ich unglaublich viel zu verdanken habe; Die alle Schmerzen auf sich nahm um mich in diese Welt zu stellen. Ohne die ich meine ersten Jahre in diesem Leben nicht überlebt hätte, ohne die ich nicht schon ganz früh mit den spirituellen Werten und verschiedenen Sichtweisen in Berührung gekommen wäre, die mir mein erstes Meditationskissen geschenkt hatte und nun weiterhin auf alle nur erdenklichen Weise unsere Gemeinschaft unterstützt.Dies ist nur wenig aus den unzähligen Dingen für die ich meiner Mutter dankbar bin. So war es für mich ein grosses Geschenk mit ihr diese so wertvollen Momente in Bodhgaya unter dem Bodhibaum oder in den Belehrungen von Gyalwang Karmapa zu teilen und das gleiche galt für meine Nonnenschwestern, die es alle unglaublich schätzten, dass meine Mutter unser Gemeinschaftsleben teilte und mit ihrer liebevoller Präsenz einfach mit dabei war.

Sonntag, 7. Februar 2010

Gebete für den Frieden und die Umwelt

Während acht Tagen (24. bis 31. Dezember) sassen wir gemeinsam mit grossartigen Lamas, hunderten von Mönchen und vielen Nonnen, Laienfrauen und -männer aus aller Welt, unter dem Bodhibaum in Bodhgaya und rezitierten von morgens bis abends für das Glück und den Frieden aller Wesen, für die Umwelt und für die Erfüllung aller heilsamen Wünsche.
Auf die Frage, warum Gebete für Buddhisten wichtig sind, antwortete SH Gyalwang Karmapa: Es gibt eine Redensart unter Buddhisten: „Zwei Aktivitäten: eine am Anfang, eine am Ende.“ Für jede Aktivität setzen wir am Anfang eine Motivation und am Ende Widmungen und Wünsche. Was immer wir auch tun, für uns ist es wichtig, dass wenn wir beginnen, wir eine gute Motivation haben. Dies ist so, weil gesagt wird, dass es ganz von unserer Motivation abhängig ist, ob unserer Handlung gut oder schlecht wird. Das Widmen und Wünschen am Ende verhindert, dass die heilsame Handlung, die wir ausgeführt haben, verloren geht. Aus diesen Gründen werden Wunschgebete als wichtig betrachtet.“ (Aus dem deutschen Mönlamprogramm)

Donnerstag, 4. Februar 2010

Eingetaucht

Es ist nun drei Wochen her, seid wir ganz in diesen Ozean von Dharma eingetaucht sind. Jeden Morgen von 9.00 bis 11.00 Uhr dürfen wir die Worte der Buddhistischen Lehre in uns einsinken lassen, weitergegeben von Drupon Khenpo, dessen Worte tief in der Buddhistischen Praxis verankert und so direkte Anleitung sind, wie wir an unserem Geist transformieren können.
Von 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr widmen wir uns der tibetischen Sprache um immer mehr direkt mit den Worten aus den Lehren und der Praxis in Verbindung zu sein. Nach dem Mittagessen widmen wir uns von 14.30 bis 16.00 Uhr der Buddhistischen Philosophie, d.h. setzen uns mit den verschiedenen Ansichten der verschiedenen Buddhistischen Schulen auseinander. Diese Klasse kombiniert das Studium der tibetischen Sprache und die Philosophie und ist unterrichtet von Khenpo Chökiy, dessen lachen niemanden ernst bleiben lässt...
Dann Hausaufgaben, formale Praxis (morgens und abends) und täglich sitzen wir drei zusammen um die Belehrungen von Drupon Khenpo zu besprechen. Der Tag wird abgerundet indem wir drei die all-abendliche Chenrezig-Praxis rezitieren und dann all unsere Verdienste widmen.

Wunderbar, intensiv, einsgerichtet... Je tiefer wir in die Lehren eintauchen, desto tiefer wird unser Vertrauen in diesen Weg, die Hingabe zu unserem Lehrer, die Freude, diesen Weg als Nonnen gehen zu dürfen und die Dankbarkeit für die Unterstützung unserer Aelteren Damchö-la und all denen die es möglich machen, dass wir hier sein dürfen. Mögen die Früchte unseres freudvollen Bemühens vielen Wesen Freude und Glück bringen.