Montag, 23. September 2013

Kleine Anekdote aus Mexico

Unsere Fahrt nach Oaxaca stand bevor. Ein Minibus wurde für uns vier Nonnen und vier Laienfrauen gemietet. Alles war verstaut und wir waren ready für den Aufbruch. Uns wurden die zwei Fahrer aus Oaxaca vorgestellt (siehe photo unten), welche uns für die nächsten 8 Stunden sicher durch Mexico fahren werden.

Nach gut der Hälfte änderte sich die Landschaft- Steinwüste und Kaktusse prägten das Bild. Plötzlich sagte einer der Fahrer zum anderen, dass er Benzin benötigte. Ganz gelassen und mit großer Ruhe als wäre es selbstverständlich, dass man halt das Tanken vergessen kann, fragte der Fahrer ein vorbeikommendes Auto wie weit es wohl noch bis zur nächsten Tankstelle sei. Offensichtlich war es zu weit für die kleine Menge Benzin die noch im Tank war. Dann rief unser Fahrer mit einer sehr herzlichen Stimme aus dem Auto zu dem anderen Auto: „Kleiner Bruder, hast nicht noch 5 Liter Benzin für mich?“
Dann wurde angehalten und aus Pet-Flaschen schnell einen Trichter gebastelt, die fünf Liter eingefüllt und bezahlt.

Was unsereins schon in große Scham versetzen würde und wir uns nur mit vielen Entschuldigungen einigermaßen entspannen könnten, liess unsere zwei Fahrer in einer Gelassenheit als wäre dies das alltäglichste der Welt (vielleicht ist das auch so). Das große Gelächter erntete unser Fahrer als er beim Einsteigen noch sagte: „Dies ist nur zur Vorsorge!“ Obwohl offensichtlich war, dass die Kilometer bis zur nächsten Tankstelle und die Menge Benzin nicht aufgehen würden.
Lina kommentiert unter großem Gelächter: „Dapel, hier erlebst du unser Mexico, lindo y gerido!“
Und es hat was, dass diese Situation sehr viel über den allgemeinen Charakter des Landes erzählt....herzlich, warm, chaotisch...

Mittwoch, 11. September 2013

Retreat Ende…



Schon fast zwei Wochen ist es her seit wir winkend und mit vielen guten Wünschen im Herzen die Retreatants in Oaxaca verabschiedeten.
Unterstützt bei zwei Unterweisungen jeden Tag, einem strukturierten Tagesplan und der Praxis der ganzen Gruppe offerierte dieses LamRim-Retreat die Möglichkeit dem Leben eine komplett neue Ausrichtung zu geben.
Auch wenn es manchmal scheint, dass unsere Gewohnheiten sehr eingefahren sind, haben wir doch in jedem Moment die Möglichkeit den Kurs zu ändern. Wenn wir überzeugt sind, dass gewisse Haltungen und Lebensweisen nur Leiden bringen ist unser Geist gewillt sich zu ändern. Noch mehr, wenn wir auch ganz klar die Vorteile sehen, in einer mehr konstruktiven, heilsameren Lebensweise.
Wenn wir es dann noch ausprobieren und sehen wie sich gewisse Dinge in unserem Leben tatsächlich in eine heilsamere Richtung verändern lassen, entsteht eine Überzeugung welche sich durch nichts mehr erschüttern lässt und damit sind wir fähig sogar ganz hartnäckige leidbringende Gewohnheiten zu transformieren.

Sonntag, 1. September 2013

Das Recht aller Lebewesen


Jedes Lebewesen hat das Recht auf ein Leben frei von Leid.
Seine Heiligkeit der Dalai Lama