Freitag, 28. Mai 2010

Zweiter Anlauf

Anscheinend konnten die technischen Probleme nicht geloest werden, jedoch wird morgen, Freitag, 28. Mai um 20.00 Uhr ein zweiter Anlauf genommen.

nicht aufgeben...

Eine schnelle Information aus dem Empfangs-Zimmer, von dem aus Gyalwang Karmapa bald den Vortrag geben wird. Wegen des unvorausgesehenen Volumens an Leuten, die einloggen, haben wir Server-Probleme. Sobald diese geloest sind, werden wir online sein. Bitte dran bleiben... Verbindung nicht aufgeben...

Mittwoch, 26. Mai 2010

Live übers Netz nun doch in DEUTSCH

Dank grossem Einsatz von Damchö-la haben wir nun auch deutsche Uebersetzung für den Vortrag von Gyalwang Karmapa morgen um 20 Uhr.
Alle Details werden auf www.livingthedharma.eu nachzulesen sein.
Viel Freude beim Zuhören!!

Montag, 24. Mai 2010

Live übers Netz

Immer wieder mal habe ich unseren Lehrer Gyalwang Karmapa zitiert, oder Zusammenfassungen von seinen Belehrungen auf den Blog geladen. Wer nun Interesse hat, einen Vortrag von Gyalwang Karmapa selber direkt zu hören, ohne nach Indien reisen zu müssen, der hat nun die Chance - via „webcast“. Am 27. Mai, dem wichtigsten Feiertag im Tibetisch-Buddhistischen Kalender- Buddhas Geburt, Erleuchtung und Paranirvana- wird Gyalwang Karmapa einen Vortrag geben, speziell für die europäischen Schülerinnen und Schüler und dieser wird direkt im Netz übertragen auf der folgenden Seite:
http://www.livingthedharma.eu
Hier in Indien wird der Vortrag um 23.30 Uhr stattfinden. Das heisst 20 Uhr in der Schweiz und Deutschland. Die Belehrungen werden in Englisch und einige andere Sprachen übersetzt sein, wie Spanisch (bei Damchö-la), Französisch, Polnisch, Russisch, Chinesisch. Leider haben wir keine deutsche Uebersetzung.
Die Links für die Uebersetzungen werden auf der oben angegebenen Webseite mitgeteilt.
Auch wenn Gyalwang Karmapa noch nicht nach Europa reisen kann, seine Worte und seine Wunschgebete brauchen keine Ausreisebewilligung...

Montag, 10. Mai 2010

Das Erdbeben

Eine Regierung, die unser Land führt und eine Erde, die uns trägt, zwei Dinge, auf die wir normalerweise zählen, dass sie unserem Leben Sicherheit und Stabilität geben. Nach all dem politischen Aufruhr in den letzten Jahren, nun auch eine Erde zu haben die bebt, erwartet wirklich zu viel, als die meisten Herzen ertragen können. Doch genau dies widerfuhr am 14.April dem östlichen Tibet, um 5.30 Uhr morgens, einer Zeit, in der die Mönche sich in der grossen Halle versammeln, um für den Frieden zu beten und ihren Geist für einen neuen Tag in heilsamen Tun auszurichten.

Das Heimkloster von Thrangu Rinpoche- der Abt, der Drölma-la die Gelübde gewährte- wurde total zerstört in diesem 6.9 starken Erdbeben. Dieses Kloster, nach 1959 sorgfältig wieder aufgebaut, wurde nun einmal mehr auf seine Säulen und Grundsteine reduziert. Diesmal wurden nicht nur die wertvollsten Statuen und Texte zerstört, auch mussten 23 Mönche ihr Leben lassen- Leben, das sie dem Dienst und dem Wohlergehen der Welt widmeten.
Hier einen Ausschnitt aus dem Brief, den Thrangu Rinpoche an seine Mönche in Tibet sendete.
„Wir wurden in unserer Heimat von einem Erdbeben getroffen, ganz besonders bei unserem Thrangu Kloster. Das Mönchs-College, das Retreat-Zentrum, der Tempel und die Schlafsäle wurden alle zerstört. Viele Mönche kamen zu Tode. Viele andere wurden verletzt und sehen sich großen Härten gegenüber. Nichtsdestotrotz, wenn wir uns trösten wollen, müssen wir uns daran erinnern, dass niemand etwas gemacht hatte, um uns Schaden zu bringen, noch haben wir etwas falsch gemacht. Stattdessen ist es einfach, wie die Welt ist - es handelt sich um eine Naturkatastrophe. Ihr seid alle traurig und verstört, aber statt in Trauer und Schmerz zu versinken, betet zu den Drei Juwelen. Macht gute Gebete hoher Bestrebungen. Widmet eure Tugend jenen, die in Nirvana übergegangen oder gestorben sind. …
… Dies ist natürlich ein schreckliches Ereignis, aber wie der Bhagavan Buddha im Wahren Dharma lehrte, ist das Charakteristische der Samsara-Welt, dass das Ende von Geburt Tod ist, das Ende von Zusammenkommen das Auseinandergehen, das Ende des Zusammensammelns ist, dass es verbraucht wird, und das Ende des Bauens ist das Zusammenfallen. Es gibt nichts, was nicht eines dieser 4 Enden erfahren wird, sagte er. Das ist einfach die Art und Weise, wie unsere Welt natürlich beschaffen ist. Es ist nicht so, das irgendjemand anderer dies getan hätte, um uns Probleme zu machen, noch gibt es jemanden, der etwas falsch gemacht hätte, was dies verursachte. Es ist ganz natürlich geschehen. Daher ist es das Wichtigste, Zuflucht zu nehmen und Wunsch- und Widmungsgebete zu machen; es ist wichtig, darüber aus einer weiteren Perspektive nachzudenken und positive Handlungen zu setzen.“

Und des weiteren die Worte von Gyalwang Karmapa and die Sangha und die Schülerinnen und Schüler aus aller Welt:
„Wie ihr wisst, hat vor Kurzem ein verheerendes Erdbeben die Region von Yushu in Tso-ngön (Provinz Qinghai) getroffen. Das Erdbeben hat zehntausenden Menschen und Tieren das Leben gekostet, und viele Überlebende müssen mit ernsten Verletzungen und intensiven körperlichen und psychischen Traumen zurechtkommen. Darüber hinaus erfuhr das Thrangu Kloster die Zerstörung seines Tempels und seines kostbaren Inhaltes, und eine Anzahl Mitglieder der Mönchsgemeinde erlitten den Tod. Kurz gesagt, die Region und ihre Bewohner haben unerträglichen Verlust durchgemacht. Bitte denkt sowohl an die Überlebenden wie an die Verstorbenen mit Liebe und Zuneigung. Ich bitte Euch demütig tiefgehend für sie zu beten und ihnen Eure Verdienste zu widmen mit einem Herzen großen Mitgefühls."
Der Karmapa, Ogyen Trinley Dorje
April 26, 2010

Und aus einem früheren Brief von Gyalwang Karmapa:
"Als ich diese tragische Neuigkeit hörte, war ich sehr traurig über den Verlust und begann sogleich Gebete für alle Betroffenen zu offerieren, für diejenigen, die ihr Leben verloren haben und für die Ueberlebenden. Mögen die Verstorbenen frei sein von einem Bardobereich mit Terror und Leiden, verursacht durch so einen unerwarteten Tod, und in einem Reinem Land oder in einem Höheren Daseinsbereich wiedergeboren werden. Mögen die Ueberlebenden, die auf Grund des Verlustes von Verwandten und Freunden und des Traumas das Zuhause zu verlieren, solch grosses Leiden durchmachen, Trost und Hilfe finden. Mögen sie alle nötige Hilfe, so schnell wie möglich bekommen, und in der Lage sein ihr Leben wieder aufzubauen. Für dies werde ich ununterbrochen beten.
Des weiteren, möchte ich alle anfragen, direkt oder indirekt etwas für die Hilfsarbeit beizusteuern. Ich habe der Karmapa Foundation in Amerika aufgetragen, $200`000 für eine sofortige Hilfe für die Opfer dieser Katastrophe zu spenden und mit den Aufgaben des Wiederaufbaus zu helfen. Ich habe alle Buddhisten und mitfühlenden Menschen aufgerufen, ernsthaft für die Opfer dieses Erdbebens zu beten und entsprechend ihrer Möglichkeiten ihr Bestes zu tun, sich zu engagieren oder für verschiedene Hilfeaktionen zu Spenden, damit diese wirkungsvoll sein können.
Tod und Vergänglichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Wenn solche Katastrophen so plötzlich eintreffen, möge die natürliche Gutheit in jedem von uns physischen und mentalen Trost bringen und den Mut aufs Neue zu starten.

Wenn du glücklich bist, widme diese Glücklichkeit allen Wesen,
sodass diese Glücklichkeit den weiten Raum erfüllen möge.
Wenn du leidest, trage das Lied von allen Wesen.
Möge der Ozean von Leiden vollkommen ausgetrocknet werden".


Wer für die Nothilfe und Wiederaufbau des Thrangu Klosters spenden möchte kann dies über folgende Adressen tun:
Tranghu Emergency

Vajra Vidya Foundation of Canada

Sonntag, 2. Mai 2010

Monatsrückblick

Einen Monat ist es nun her, seit ich mit einem klapprigen alten Bus von Nepal nach Indien zurückreiste. Eine wahrlich abenteuerliche Fahrt, die dann irgendwann- mit 10 Stunden Verspätung- nach 48 Stunden, ein Ende nahm. 48 Stunden, die eine gute Gelegenheit waren sich in Geduld und Gelassenheit zu üben und mit den Tibetern etwas Tibetisch zu praktizieren…
In Delhi dampfte die Hitze, viel zu heiss für die Jahreszeit, wurde gesagt. So war ich unglaublich dankbar konnte ich im gemütlichen Dharmazentrum „Tushita“ Unterschlupf finden, so dass ich die verschiedenen Aufgaben für die Gemeinschaft erledigen konnte.
Was für eine Freude war es dann, wieder die frische Luft von Dharamsala einzuatmen und vor allem Damchö-la in unserem Nonnenklösterchen zu begrüssen, die mich zum Morgentee empfing.
Nach gut einer Woche zu zweit- studieren, austauschen, praktizieren -fuhr Damchö-la nach Sherabling, zum Mahamudra Kurs von Tai Situ Rinpoche. Nun das dritte Jahr übersetzte sie diesen Kurs von Englisch in Spanisch. Unsere mexikanischen Dharmaschwestern, die an diesem Programm teilnehmen, reisten direkt von Mexiko nach Sherabling. In dieser Zeit vertiefte ich mich hier etwas mehr in das Tibetisch-Studium und die formale Praxis.
Dann, am 23. April, war es so weit, nach langer Zeit sind wir hier, im pinken Haus wieder alle vier vereint und damit auch viele Ideen, neue Eindrücke und viel auszutauschen.
Langsam, langsam kehren wir zurück zu einem neuen Tagesplan, probieren aus, wie wir basierend auf den Erfahrungen vom letzten Jahr, unsere tägliche formale Praxis, Studium, Dienste an die Gemeinschaft und Austausch in eine gesunde Balance bringen. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, das nach wie vor einiges mehr an Erfahrungen und gemeinsames Zusammenleben braucht. Mit grosser Freude, viel Engagement und Inspiration arbeiten wir daran, diese Gemeinschaft in die Richtung unserer Vision zu formen, sodass sie in Zukunft einen Platz für mehr Nonnen und Quelle der Inspiration für viele Menschen auf dem Weg werden kann.