Mittwoch, 27. April 2011

Friedensarbeit

Überall auf dieser Welt braucht es unsere Wunschgebete, unsere tiefe Verpflichtung für den Frieden und unser Mitgefühl. Mit einer Kerze, die wir jeden Tag anzünden mit einem Gebet, Gedicht, Lied für den Frieden auf dieser Welt können wir in Kontakt sein mit all den Menschen die im Moment durch so grosses Leiden gehen müssen, wie in Japan, Tibet, China etc. und all die Menschen um uns herum, die wir leiden sehen. Mögen wir uns verpflichten, in diesem Leben das Gute und Heilsame in unserem Geist zu nähren und das Leid bringende in unserem Geist zu reduzieren und somit kontinuierlich für den Frieden auf dieser Welt arbeiten.

In Tibet ist die Situation nach wie vor sehr angespannt und nach all den Unruhen in dem Kirti Kloster (sie Bericht weiter unten) sind gestern hier in Dharamsala Mönche für einen Friedensmarsch nach Delhi aufgebrochen (dauert ca. eine Woche).

"Peking - Nach einer Razzia der chinesischen Polizei in einem tibetischen Kloster sind bei Zusammenstößen zwischen Dorfbewohnern und Sicherheitskräften zwei Menschen getötet worden, wie eine Aktivistenorganisation am Samstag erklärte. Die Polizei riegelte das Kloster Kirti dem Bericht zufolge am Donnerstagabend ab und schränkte die Bewegungsfreiheit seiner 2.500 Bewohner ein. Anschließend brachte die Polizei laut der in den USA ansässigen Internationalen Kampagne für Tibet 300 Mönche an einen unbekannten Ort.
Dorfbewohner versuchten, den Abtransport der Mönche zu verhindern. Dabei seien ein 60 Jahre alter Mann und eine 65 Jahre alte Frau getötet worden. Die Gegend sei seither für Besucher von außerhalb gesperrt. Die Lage im Kloster Kirti ist seit dem von China niedergeschlagenen Aufstand der Tibeter vor drei Jahren angespannt. Am 16. März verbrannte sich ein 21 Jahre alter Mönch auf einer Straße in der Nähe von Kirti aus Protest gegen die rigide Kontrolle des tibetischen Buddhismus seitens der Behörden.

Die Angaben der Internationalen Kampagne für Tibet konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. In der Vergangenheit erwiesen sich ihre Berichte als zuverlässig."

Sonntag, 17. April 2011

Blütenpracht und freudvolles Wiedersehen

Drei Wochen waren es im Ganzen, in denen ich nach fast drei Jahren nun wiedermal Schweizerluft schnupperte. Neben einer Zeit voller Blütenpracht im Aussen war es ein Fest der Blütenpracht im Herzen. Eine wunderbar fliessende Zeit mit vielen schönen Begegnungen, spannenden Gesprächen und freudvollem Wiedersehen.
Unterschlupf für diese drei Wochen fand ich bei meinen Eltern in einem kleinen Bauerndorf in der Ostschweiz. Sehr unterstützend und liebevoll wurde ich umsorgt und es war uns möglich in einem Fliessen von gemeinsamen Aktivitäten, Austausch, Empfangen von Gästen, Arbeit und Rückzug einfach zu sein. Wie wunderbar!
An zwei Sonntagen und auch zu anderen Gelegenheiten konnte ich mit einer kurzen „Slideshow“ einen Geschmack von unserem Nonnenleben hier in Indien mitgeben und daraus sind sehr viele spannende Fragen und Gespräche entstanden.
Ich empfinde tiefe Dankbarkeit für das Erleben dieser Zeit, für all die Leute, mit denen ich in Kontakt sein durfte und darf. Möge jeder dieser Begegnung die Blüten der inneren Freude und tiefen Zufriedenheit zum Blühen bringen.

Samstag, 2. April 2011

Wir alle wollen glücklich sein!

Vom 10. bis 20. März haben wir uns im Pullhari mit Shine (einsgerichtetes Verweilen), der Gleichheit von einem selbst und anderen und dem Austausch von Selbst und Anderen gewidmet und in der Meditationen vertieft.

Eine Aussage von Drupon Khenpo zur Gleichheit von ich und anderen möchte ich hier gerne teilen:
„Wenn wir jemandem gegenüber stehen, können wir tagelang darüber diskutieren wer „ich“ ist und wer der/die „andere“ ist. Da es jedoch nur eine relative Aussage ist, die einfach vom Standpunkt abhöngig ist, bringt uns diese Dikussion überhaupt nicht weiter. Was wirklich zählt ist die Erkenntnis, dass wir alle- alle Lebewesen- genau gleich sind, indem wir Glück haben und Leiden vermeiden wollen.“

Nun freue ich mich hier, bei meinem Besuch in der Schweiz, diese wunderbaren Unterweisungen in die Praxis umzusetzen- manchmal mehr erfolgreich und manchmal weniger- jedoch jeden Tag voller Freude, wieder neue Möglichkeiten zum Üben zu haben.