Samstag, 21. Mai 2016

Nun ist er da....




Der Gyalwang Karmapa, Ogyen Trinley Dorje ist am 18. Mai am Genfer Flughafen gelandet.
Heute, am Tag an dem die Tibeter Buddhas Geburt, Erleuchtung und Paranirvana feiern, durften wir die erste Unterweisung von Seiner Heiligkeit in der Schweiz empfangen.
Am Morgen bekamen wir praktische Anweisungen zur Meditation und wendeten sie auch gleich alle gemeinsam an.
Am Nach- mittag durften wir etwas über die per- sönliche Ge- schichte von dem Gyalwang Karmapa erfahren und dann beantwortete er viele Fragen welche schriftlich eingereicht wurden.
Zum Beispiel wurde gefragt, wie man negative Handlungen am effektivsten und schnellsten reinigen kann. Dazu anwortete der Gyalwang Karmapa, dass wir uns zuerst ein Gefühl der Scham und Reue für unsere negative Handlung entwickeln müssen. Dann können wir uns, mit der Erkenntnis der Vergänglichkeit, vergegenwärtigen, dass wir uns immer verändern können und somit in diesem Moment die Möglichkeit haben uns zu verbessern und anders zu handeln.
Morgen wird es weiter- gehen mit einer Ein- weihung vom Medizin Buddha und am Nach- mittag einem öffentlichen Vortrag zum Thema "Buddhismus und Wissenschaft".
Beides kann hier-http://kagyuoffice.org/webcast/- über Webcast mitgeschaut werden, auf Französisch oder English.
Auch die Unterweisungen in Bülach, welche am 28. und 29. Mai statt finden, werden mit Webcast übertragen.


Dienstag, 17. Mai 2016

Grosser Besuch

Nun ist es doch bald soweit und die Schweiz darf ein hoher Besuch empfangen.

Das erste Mal besucht der 17. Gyalwang Karmapa die Schweiz und gibt in Genf und Bülach (Zürich) öffentliche Unterweisungen.

Die Tickets auf der Seite http://www.karmapa2016.ch/the-karmapa-in-geneva/ ausverkauft aber es gibt vielleicht noch Tickets kurz vor den Veranstaltungen.

"Mitgefühl ist ein wirkungsvolles Wirkzeug in unserem Engagement für die Umwelt. Es verbindet uns persönlich und ausdauernd mit dem Gegenstand unseres Handelns."
Gyalwang Karmapa, Ogyen Trinley Dorje
Das Edle Herz

Sonntag, 15. Mai 2016

Vergänglichkeit

Alles ist vergänglich, wir sterben ja alle, alles geht vorbei… 

Aussagen die schnell mal noch so dahin gesagt werden. Sind sie jedoch wirklich mit einem Em- pfinden verbunden? Ist dieses Verständnis vom Kopf ins Herz gesunken?
Im heissen Cancun, bekannt als Ferienort, haben wir uns an drei Abenden und einem Halbtag mit der Vergänglichkeit auseinandergesetzt.

Einerseits ist die Vergänglichkeit so etwas natürliches und doch scheinen wir immer wieder in viel Schmerz, Frustration und Leiden zu rennen, da wir uns im Festhalten an Permanenz verlieren.

Wenn es die Vergänglichkeit nicht gäbe, was würde dann sein?- kein Wachstum, keine Transformation, kein Leben….
Zu ent- decken, dass sich alles unent- wegt verändert birgt un- endliche Möglich- keiten in sich. Jeden Moment können wir neu Anfangen, können uns entscheiden, heilsamer zu handeln und tieferes Mitgefühl und liebende Güte zu entwickeln. In jedem Moment offenbart sich das Geschenk der Transformation wenn wir diese Möglichkeit wahrnehmen.
Wenn wir dann noch weiter untersuchen, wie tiefgreifend eigentlich die Vergänglichkeit nicht nur in jedem Moment sondern auch in jedem Bruchteil einer Sekunde ist, dann kommen wir in die Erfahrung, dass alles kontinuierlich im Fluss ist.
Weder können wir im Körper, noch in einem Computer, noch im Universum ein Phänomen ausfindig machen das sich nicht verändert, das nicht vergeht.

Uns dies mehr bewusst zu machen, darüber zu reflektieren und meditieren, bringt uns zu einer grösseren Offenheit der wohl offensichtlichsten und doch für so viele schwierig zu akzeptierende Vergänglichkeit unseres Körpers.
Sich mit den eignen Ängsten gegenüber dem eignen Tod und dem Tod Nahestehenden auseinanderzusetzen ist wohl die einzige Möglichkeit diese aufzulösen und sich damit auf den Sterbeprozess vorzubereiten. Buddha gab uns dazu viele geschickte und hilfreiche Mittel an die Hand. Dadurch kann noch in diesem Leben ein Sterben ohne Furcht möglich sein; doch die Vorbereitung beginnt jetzt. Die Unterweisungen zur Vorbereitung zum Sterben sind Unterweisungen zum heilsameren, bewussteren Leben.


Am letzten Abend schlossen wir ab mit grossem Dankbarkeit im Herzen am Leben zu sein und die Möglichkeit zu haben diese Unterweisungen jetzt umzusetzen.