Dienstag, 31. Dezember 2013

Mit dabei in Bodhgaya via Webcast

Schon bald beginnen Unterweisungen, Heilige Tänze und das Grosse Gebetsfestival in Bodhgaya und für alle die nicht Vorort sein können gibt es diese wunderbare Möglichkeit bei all diesen Aktivitäten live im Internet mit dabei zu sein. Die Webseite für alle der folgenden Aktivitäten ist: 

http://www.kagyumonlam.org/Webcast/live_webcast.html

Der Gyalwang Karmapa wird am 3. und 4. Januar für zwei Tage je zwei Session Unterweisungen geben zum Text: "Das Licht der Gewissheit" (von Jamgon Kongtrul Lodrö Thaye) 

In diesen Unterweisungen wird der Schwerpunkt die Zuflucht und die Vajrasattva- Praxis (Reiningungspraxis) sein.
Die Morgen-Session:
8.00 - 10.30 indische Zeit 
3.30 - 6.00 Uhr Zentral Europäische Zeit
Nachmittags-Session:
14.00 - 16.30 indische Zeit
9.30 - 12.00 Uhr Zentral Europäische Zeit


10. Januar: Heilige Tänze (Es wird diese seltene Möglichkeit geben den Gyalwang Karmapa in Meditation versunken einen der heiligen Tänze durchführen zu sehen. Dieses Ritual wird das erste Mal von dem Gyalwang Karmapa in Indien durchgeführt. Mehr…)

7.00 -16.00 Uhr indische Zeit
2.30 - 11.30 Uhr Zentral Europäische Zeit

Und weiter noch Lojong Belehrungen zu den 8 Versen des Geistes Training: 


11.-15. Januar

Jeden Morgen 
9.00-11.00 indische Zeit
4.30 - 6.30 Zentral Europäische Zeit

Sonntag, 15. Dezember 2013

Nicht übertreiben


Übertreibe nicht deine kleinen Leiden und verhafte nicht in deinem kurzfristigen Glück. 
The Gyalwang Karmapa, Delhi, Lamrimteaching, 2013

Donnerstag, 12. Dezember 2013

The “World-killer”



Der Gyalwang Karmapa war in seinen Lamrim Unterweisungen einmal mehr sehr direkt und machte uns auf einen der größten Probleme unsere Welt aufmerksam-
die Apathie. Er erklärte, dass wir vielfach denken, dass es gewisse Krankheiten und Epidemien sind, welche als „Welten-Töter“ bezeichnet werden können, jedoch denke er, dass es die Apathie ist, welche die Welt tötet. Auch wenn das Mitgefühl natürlich in uns präsent ist, haben wir gelernt es auszuschalten. Wenn das Mitgefühl nicht ausgeschaltet wäre, müssten so viele Menschen und Tiere nicht so furchtbar leiden, da wir uns alle natürlicherweise um sie kümmern würden.
Wahres Mitgefühl, erklärte der Gyalwang Karmapa weiter heißt, sich ganz und gar in die Situation des anderen hineinzuversetzen- komplett mit Körper und Herzens-Geist. Wir wünschen uns das Glück des anderen so sehr, wie es sich dieses Wesen selbst wünscht.
Ich denke dieser Schritt braucht Mut. Jedoch haben wir alle eine gewisse Vertrautheit mit der Empathie, wenn es z.B. unsere Kinder oder Eltern sind die Leiden oder wenn wir das Leiden des anderen von unserer eigenen Erfahrungen her kennen. Dies sind die Erfahrungen der Empathie an denen wir anknüpfen können. Dadurch entsteht der Wunsch, dass die Wesen frei von Leiden sein mögen und unser Herz ist erfüllt mit wirklichem Mitgefühl. Je stärker und authentischer dieser Wunsch ist, desto mehr können wir uns öffnen und mutig handeln. Wir nehmen die unzähligen Möglichkeiten wahr, welche sich uns jeden Tag offenbaren, in welchen wir Personen und Tiere kurzfristig und/oder langfristig vom Leiden befreien können.

Montag, 9. Dezember 2013

Brauchen und Wollen


Wir müssen unterscheiden lernen- was wir brauchen, von was wir wollen. 
Gyalwang Karmapa, Delhi, Lamrimteaching, 2013

Donnerstag, 5. Dezember 2013


Es ist eine Aufgabe von jedem und jeder, herauszufinden und zu lernen, was das Glücklich-Sein verhindert. 
Gyalwang Karmapa, Delhi, Lamrimteaching 2013

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Wasser, unser kostbares Gut


Für 5 Tage hatte ich das Glück teil der 5. Umweltkonferenz "Khoryug" in Delhi zu sein. Khoryug ist eine Umweltorganisation, welche im Jahre 2009 von Seiner Heiligkeit dem Karmapa mit der ersten Konferenz in Sarnath ins Leben gerufen wurde. Zusammen mit der WWF Vertreterin Dekyi-la begann der Gyalwang Karmapa seine Klöster in Umweltfragen auszubilden. In jeder Konferenz nehmen 1 bis 2 VertreterInnen von jedem Kloster teil. Nach der Konferenz gehen diese Mönche und Nonnen zurück in ihre jeweiligen Klöster und geben das Wissen und die Inspiration-zusammen mit dem Segen und der Unterstützung des grossen Meisters- an ihre Gemeinschaft weiter.

Diesmal war der Fokus der Konferenz auf unser wertvolles Wasser gerichtet. 
Gyalwang Karmapa sagte „weil es essenziell für uns alles ist” braucht es keine grosse Erklärungen wie es im speziellen mit dem buddhistischen Denken verlinkt ist"
Das Wasser als sehr wertvolles Gut zu schützen  wurde uns auf dieser Umweltkonferenz noch eindringlicher bewusst, als wir lernten, wie wenig frisches Wasser vorhanden ist, für Industrie, Landwirtschaft und Haushalt.
97% des Wassers auf unserer Erde ist Salzwasser, welches für keinen dieser Zwecke dienlich ist. 
Von den übrig bleibenden 3% ist fast 2 % in Gletschern eingeschlossen und somit auch nicht direkt brauchbar. Schlussendlich sind es noch etwa 1% welches als frisches Wasser in Seen, Flüssen und als Grundwasser vorhanden ist-- für die 7 Billionen Menschen... Da ist es nicht verwunderlich, dass jede 7. Person auf dieser Erde an Wassermangel leidet.

Informationen die aufrütteln.
Unsere Gier und Ignoranz jedoch hindert uns daran, dies wirklich in unserem Herzen zu fühlen. 
Gut wäre, wir würden uns jedes mal wenn wir den Wasserhahn aufdrehen erinnern wie unheimlich kostbar diese Flüssigkeit ist und wie wichtig dass es ist, dass kein Tropfen unnötig verschwendet wird.
Jede und jeder von uns kann ihren/seinen Teil dazu beitragen, das Wasser in einer Art und Weise zu nutzen- entsprechend seiner grossen Kostbarkeit.

So wurden wir aufgefordert mehr achtsam zu sein wie wir das Wasser nutzen. 
Zum Beispiel den Wasserhahn schneller zudrehen, nicht jedes Mal WC spülen oder noch besser “Abfall-Wasser” (vom Abwaschen oder Boden aufnehmen etc) nutzen um das Klo zu spülen.
Wir besuchten CSE, eine NGO in Delhi, welche sich auf das Regenwasser-Sammeln und Wasser recyceln spezialisierte. CSE-Center for Sience and Environment- machte sich zum Ziel, keinen Wassertropfen zu verschwenden und baute auf ihrem Areal Auffangbecken und natürliche Filtersysteme für das Sammeln des Regenwassers,  für die Neubildung des Grundwassers und das recyceln des Abwassers.

Es war sehr inspirierend zu sehen wie die Klöster diese Umweltschutzaufgaben an die Hand nehmen. Mit verschiedenen Aktionen wie Abfall sammeln und sortieren, Solarzellen auf die Klösterdächer bauen, Bäume pflanzen, Benutzung von Biogas und Weiterbildung, wird in den letzten 4 Jahren nicht nur über Umweltschutz gesprochen sondern auch tatsächlich vieles umgesetzt. 
Ganz im Sinne von Gyalwang Karmapa der in seinem Teaching deutlich machte, dass jede und jeder von uns Verantwortung für den Schutz und die Sorge für die Umwelt hat und dass keinen Tag verstreichen sollte an dem wir uns nicht an diese Verantwortung erinnern und dementsprechend Handeln. Jeder kleine Wandel trägt zum grossen Wandel bei.
Wir, aus den sogenannten „entwickelten“ Ländern haben das Gefühl wir wissen so viel über Umweltschutz und doch verbrauchen wir viel mehr Recourcen als die Länder wie Indien und Nepal.
Darum müssen wir uns ernsthaft fragen: Wie viel von diesem Wissen beeinflusst jedoch wirklich unser Handeln? Haben wir dieses Wissen wirklich mit unserem Herzen verbunden? 
Fühlen wir uns mit den Billionen von Menschen verbunden, welche unter Wasserknappheit leiden? 
Sehen wir ein, dass unser Verhalten nicht nur auf unser nahes Umfeld einwirkt sondern auch einen grossen Einfluss auf die ganze Welt hat? Was kann ich persönlich dazu beitragen damit die limitierten Ressourcen unserer Erde auch für zukünftige Generationen noch nutzbar sind?
Fragen zum Reflektieren. Nicht um in Schuld zu versinken sondern um ehrlich hinzu schauen, wie stark wir unsere Verantwortung als Weltbürger und Weltbürgerinnen wahrnehmen -und wo wir uns noch verbessern können.



Hier noch ein link für ein Film in Englisch der uns das Konzept vom "Virtuellen Wasser" nahe bringt.

Montag, 2. Dezember 2013

Luxus


Launisch zu sein ist Luxus. Arme Leute haben keine Zeit launisch zu sein.
Tai Situ Rinpoche, in einer Gruppenaudienz, 2013