Mittwoch, 29. April 2015

Geschüttelt und Erschüttert

Nach wie vor sind wir in Nepal. Wir drei sind wohl auf. In dem Nonnenkloster in dem wir hier wohnen sind die Gebäude sehr stark und der grosse Innenhofes der von den Wohngebäuden und dem Tempel umgeben ist, diente uns zuerst als Schutz und nun als Schlafplatz. Im Allgemeinen ist in diesem Stadtteil von Kathmandu, in Boudha, der Schaden verglichen mit andern Stadtteilen und den Dörfern gering. 
Die Nonnen hier sind unglaublich herzlich und umarmen mit ihrer Gastfreundschaft uns alle und einige mehr die hier gestrandet sind.

Ich werde nun häufig gefragt, welche Hilfe die beste ist und wo Einzahlungen gemacht werden können. Nun, wir sind grade dabei, dies auszuchecken und es scheint klar zu sein, dass es besser ist direkt sich mit Leuten in Verbindung zu setzen welche in die Dörfer gehen wo die Hilfe am dringendsten gebraucht wird und dort vor Ort helfen ohne grosse Administration. Ich werde in den nächsten Tagen einen oder mehrere möglichen Kontakte bloggen.

Donnerstag, 16. April 2015

Wir haben ein Wissen über alles, ausser über unseren eigenen Geist, welcher meist zutiefst ignorant über sich selber bleibt. 
Der Gyalwang Karmapa in New Jersey

Donnerstag, 9. April 2015

Als Student auf Besuch in den Universitäten der USA

"Ich denke, wenn wir dem Mitgefühl einen anderen Namen geben möchten, dann könnten wir sagen, dass es darum geht ein Gefühl von Verantwortung in Bezug auf die Realität des abhängigen Entstehens zu entwickeln." Gyalwang Karmapa

Was der Gyalwang Karmapa damit sagen möchte kann mit einem weiteren Zitat besser verstanden werden:

"Es kann sein, dass wir Kleider aus der USA tragen, jedoch werden die meisten Kleider nicht in der USA angefertigt. Sie werden in anderen Ländern hergestellt, häufig in Entwicklungsländer. Das heisst, Mitgefühl entwickeln beinhaltet ein grösseres Bewusstsein über die Bedingungen in den Fabriken in welchen die Kleider hergestellt werden und die Härten welche die Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter durchleben müssen. Mitgefühl könnte ein grösseres Bewusstsein über ihre schwierige Situation hervorrufen, im Gegensatz zur angenehmen Situation welche wir geniessen. Mit unserem Kauf von Kleidern scheint es, dass wir das gute Ding bekommen und sie das Schlechte. Wir bekommen die guten Zeiten und sie bekommen die harten Zeiten." 

Der Gyalwang Karmapa ist seit drei Wochen auf seiner 2 Monat- igen Reise durch die USA. Dieser dritte Besuch in die USA sollte es dem Gyalwang Karmapa ermöglichen, Einblick in die grossen Universitäten zu bekommen. Wie der Karmapa selbst sagte, war es sein Wunsch als Student auf diese Reise zu gehen und nicht als Lehrender. Jedoch wollte dann doch jede Universität wenigstens in einer Veranstaltung etwas von dem jungen Spirituellen Meister hören. Wer schon Berichte auf http://kagyuoffice.org oder auf http://www.karmapaamerica2015.org gelesen und Fotos betrachten konnte, kann die grosse Freude und tiefe Wirkung sehen und spüren welche der Karmapa in den Personen hinterlässt. Jedoch auch für den Führer der Karma Kagyu Linie selbst, denke ich mir, sind diese Begegnungen und dieser Austausch mit Studentinnen und Studenten, Professorinnen und Professoren eine Erfahrung welche sicherlich nachhaltig seine Art des Lehren und Wirkens beeinflussen werden.


Hier können auch die verschiedenen Teachings angeschaut werden.

Freitag, 3. April 2015

Rehabilitation für den Herzens-Geist


Manchmal ist es nötig ein klappriges Auto wieder mal für längere Zeit in eine Garage zu geben, für einen rundum check up. Nur Tanken und ein bisschen Putzen reicht nicht mehr, die Teile müssen gründlich untersucht werden, alte ersetzt, einige geputzt, wieder andere renoviert werden. Auf ähnliche Weise empfand ich es mit meinem Geist. Manchmal braucht es einfach wieder einen rundum check up in dem man seinen Herzens-Geist in die "Garage" stellt und gründlich untersucht.

Eine der Funktionen des Retreats ist eine solche total Revision in der wieder mal tiefer geguckt werden kann, welche Geisteszustände sind nun wirklich nicht mehr nötig und welche unbedingt verstärkt werden sollen, -was sind Gewohnheiten welche zur Befreiung führen und welche fördern die Verwirrung.
So ganz ohne Internet, im Schweigen und mit der Unter- stützung meiner Nonnen-schwestern war dies wieder eine sehr wertvolle Zeit um einfach den Raum zu haben um hinzugucken ohne gleich in eine Handlung zu gehen und die Gedanken und Emotionen geschehen zu lassen, anzuschauen, los zu lassen- so quasi ein Rehabilitationszentrum für den Herzens-Geist.

Nun geht es wieder darum dieses Rehabilitationszentrum immer dabei zu haben, mini Retreats während dem Alltag zu machen, in dem wir dem Geist diesen Raum des Seins geben können. Wir sind wieder zurück beim Tanken und ein bisschen putzen jedoch ist da ein Gefühl der frische und Klarheit welche auf die Zeit in der Garage hinweist und so die weiterfahrt auf dem Weg unterstützt.