Sonntag, 24. November 2013

Unwissenheit


Unwissenheit ist die grundsätzliche Unfähigkeit, das grenzenlose Potenzial, die Klarheit und die Kraft unseres eigenen Geistes zu erkennen. Es ist so, als würden wir die Welt durch gefärbte Brillengläser betrachten. Was immer wir sehen, wird durch die Farbe der Gläser verschleiert oder verzerrt.
Mingyur Rinpoche, Buddha und die Wissenschaft vom Glück, S.190

Dienstag, 19. November 2013

Neue Gemeinschaftsmitglieder

Hier ein kleines Foto von unseren neuen Zuzüglern die nach ersten harten Monaten auf der Strasse in unserer Gemeinschaft ein Zuhause gefunden haben.
Heute Abend werden wir nun alle Sieben für knapp einen Monat ins Lamrim Retreat eintauchen- für das Schweigen müssen wir für unsere zwei jungen Mitglieder Pamo (Heldin) und Pawo (Held) ein Auge zudrücken....

Freitag, 15. November 2013

Eine sichere Sache


Ich und meine Dinge werden sich früher oder später ganz sicher trennen.
Es gibt vier Möglichkeiten wie diese Trennung von statten gehen kann.
1.     Das Ding geht kaputt, verrottet, „stirbt“...
2.     Ich sterbe
3.     Ich verliere es oder es wird mir gestohlen
4.     Ich gebe es jemandem

Nur die letzte, vierte Möglichkeit ist uns von Nutzen in langer Sicht. Wenn wir geben ohne Erwartungen, Stolz oder um das Ding loszuwerden sondern mit Dankbarkeit und Freude einzig und allein mit dem Wunsch dem anderen von Nutzen zu sein, dann wird diese Handlung auch Glück und Freude in der Zukunft bringen.
Warum dann nicht jede Möglichkeit nutzen in der wir etwas Geben können?

Donnerstag, 7. November 2013

Eine Quelle der Güte


Häufig kommt es vor, dass wir ein Gefühl haben, dass irgendetwas fehlt, sei es materieller Art oder in Form von Zuwendung, Anerkennung etc. Wir haben das Gefühl wir brauchen etwas. Dies wird unterstützt von unserer Konsumgesellschaft welche uns kontinuierlich sagt, was wir brauchen.
Unser Glück kommt jedoch nicht vom Haben. Wir können aber aus Erfahrung sagen, dass im Geben großes Glück und große Freude steckt.
Aus diesem Grund ist die Großzügigkeit eine wunderbare Praxis die dem Gefühl der inneren Leere, dem Gefühl des nicht genug Habens entgegenwirken kann.

Wir können uns damit verbinden was wir haben und uns vorstellen, wie wir es den uns nahe Stehenden geben oder jenen Lebewesen die es benötigen. Dies kann auch materieller Natur oder ein Gefühl wie Liebe, Zuneigung, Trost oder ein Lächeln sein.

Wir können durch die Straße gehen und bei jedem Menschen oder Tier dem wir begegnen überlegen was es wohl bräuchte und dann stellen wir uns vor wie wir dies geben.

Großzügigkeit heißt nicht nur materielle Güter geben. 
Großzügigkeit kann auch geübt werden, indem wir anderen Schutz geben z.B. in dem wir versprechen, dass wir nicht töten, dann fühlen sich die Tiere in unserer Nähe wohl und sicher. Wir können auch Insekten vor dem ertrinken in unserer Tasse retten. Auch damit geben wir Schutz, geben wir Leben. 

Es kann interessant sein, sich für eine Woche oder mehr dazu zu verpflichten, jeden Tag mindestens drei Handlungen der Großzügigkeit auszuführen.

Das Ziel mit diesen Übungen ist es, als Erstes zu erkennen, dass wir immer etwas zu geben haben und dies wirkt dem Geist entgegen, der ständig das Gefühl hat nicht genug zu haben.
Zum Zweiten hilft es unseren Fokus zu ändern. Unser ständiges Rennen nach dem was das „ich“ braucht können wir ändern, indem wir uns umschauen und versuchen zu verstehen und zu geben was andere brauchen. Wenn es uns direkt nicht möglich ist, dann indirekt mit einem Wunschgebet. 
Zum Dritten kann unser ganzes Leben, unser ganzes Sein, in eine kontinuierliche Quelle des Gebens werden, ohne Erwartungen jedoch mit großer Freude und jeder Möglichkeit nutzend. 
Dies wird uns schlussendlich zum größten Glück führen. Da an einem Punkt alle Angst des "Verlierens" und alle Gefühle des „Brauchens“ vollständig transformiert sind und wir so mit unserer natürlichen Quelle der liebenden Güte und Weisheit verbunden spontan und kontinuierlich geben was immer die Wesen brauchen.
(Inspiriert durch 12 Unterweisungen zum Thema Grosszügigkeit von Venerable Damchö.)