Samstag, 29. März 2014

Ein Reisebericht

Therese, eine Schweizerin die so ganz unverhofft und zur grossen Freude für uns alle für etwa eineinhalb Monate ganz nah mit unserer Gemeinschaft unterwegs war, schrieb nun hier einen Bericht für den Blog.
Mögen durch diese Worte ganz viele Menschen inspiriert werden, genau wie Therese ihrem Herzen zu folgen und wie sie den Mut zu haben über weltliche Sorgen hinwegzugehen und sich für eine Zeit ganz dem inneren Weg hinzugeben.
Danke Therese, für deine unterstützende, stille, hingebungsvolle Präsenz.

Erlebnisse in IndienAls ich 2011 / 2012 in Kopan war, ging ich in der Nähe der Stupa von Boudha in einen kleinen Laden, und der Inhaber schenkte mir spontan ein kleines Foto von SH dem Karmapa. Seither steht das Bild auf meinem kleinen Altar.  Der Wunsch, den Karmapa zu sehen, wurde immer drängender.So buchte ich im Januar kurzentschlossen denselben Flug wie eine Kollegin, welche eine Ayurveda Kur in Rishikesh gebucht hatte. Von dort wollte ich dann weiter nach Dharmasala, um den Karmapa zu sehen.Kurz vor meinem Abflug erhielt ich die Info, dass der Karmapa bis Anfang Februar in Bodhgaya sei und Belehrungen geben wird. Und wann er wieder in Dharmasala sein werde, noch ungewiss sei. In der Hoffnung, den Karmapa zu sehen, buchte ich den Flug von Delhi nach Bodhgaya um. Im Root-Institut hatten sie noch ein Zimmer frei.Meine Kollegin war nicht sehr begeistert über meinen Sinneswechsel. Aber ich hatte den Wunsch, den Karmapa zu sehen, das allein war der Grund für meine Indien-Reise.An der Rezeption am Root-Institut begegnete ich gleich bei meiner Ankunft Tenzin Dapel, wir trafen uns zum ersten Mal. Sie begrüsste mich mit so einer Herzlichkeit, dass der ganze Reisestress verflogen war.Ani Tenzin Dapel kümmerte sich rührend um mich und erleichterte mir den Aufenthalt um vieles. Ganz speziell die Warmherzigkeit, mit der ich in der kleinen westlichen Nonnen-Gruppe Aufnahme fand und mich als Teil der ihren fühlte, war sehr schön.Jeden Tag fuhr ich mit ihnen zu den Belehrungen von SH dem Karmapa und stelle mich in die lange Warteschlange der Laien ein. Und was für ein erhebendes Gefühl, wenn ich einen Platz ergattern konnte, wo ich den Karmapa während seinen tiefgründigen und fesselnden Belehrungen auch noch sehen konnte. Ich war glücklich, ein Wunschtraum ging für mich in Erfüllung.Die wunderschöne, kunstvolle, alte Stupa in Bodhgaya, wo Buddha einst unter dem Bodhibaum die Erleuchtung erlangte, hatte eine tiefe und ganz besondere Anziehungskraft auf mich. Menschen aus aller Welt in schier unversiegbaren Strömen pilgern unaufhörlich an diesen Ort.Die fast allabendliche gemeinsame Praxis mit den Nonnen bei der Stupa, ungeachtet der intensiven Mückenattacken, war ein wunderbarer, fast mystischer Abschluss des Tages.

Dass der Karmapa den Lama Zopa Rinpoche im Rooth Institut besuchen kommt, verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Die Menschen strömten ins Institut, manche kamen sogar angerannt, um ja nichts zu verpassen und die Ersten zu sein.Das Privileg, als Gast vom Rooth-Institut in der kleinen Gompa zu sitzen und dem Karmapa sowie Lama Zopa Rinpoche so nahe zu sein, war einfach wunderbar.Die Einladung von Ani Tenzin Dapel, mit der kleinen Nonnen-Gemeinschaft, geführt vom Übersetzer von Karmapa, David Karma Chöpel, eine Pilgerreise zu unternehmen zu den verschiedenen Orten, wo Buddha lebte und lehrte, war mehr als verlockend. Endziel der Reise war Sarnath, wo SH der Karmapa im März nochmals drei Tage lehren würde.Die Pilgerreise machte ich mit Freuden mit, aber den Flug verschieben, der für den 21. Februar gebucht war, wollte ich nicht, war es doch viel Geld, von dem nichts zurückerstattet werden würde. Ausserdem hatte ich Verpflichtungen der Familie meiner Tochter gegenüber. Ich war hin und her gerissen. Hatte ich nicht schon mehr erleben dürfen, als ich mir erträumt hatte? Ich bin von Dankbarkeit und Freude erfüllt. Andererseits würde ich die Gelegenheit, den Karmapa zu sehen, je wieder haben?Schlussendlich obsiegte die Überzeugung, einen so wunderbaren Lehrer wie den Karmapa nochmals zu hören und eine solche Gelegenheit zu vertun, doch eher kleinmütig und dumm von mir wäre.


Am 8. Februar um fünf Uhr morgens fuhren wir von Bodhgaya los. Die erste Station unserer Pilgerreise war der Berg Rajgir. Auf diesem Berg zu sitzen, wo Buddha einst das Herzsutra lehrte, war unbeschreiblich schön. Die Aussicht ringsherum über die bewaldete Gegend war überwältigend.Weiter ging es zur „Seven Leeve Cave“, einer Höhle hinter einem Fehlsvorsprung, dem Ort, an dem das erste Konsil von Arhats abgehalten wurde, nachdem Buddha als 81-jähriger ins Nirvana einging. Die Höhle trägt ihrem Namen, weil dort eine Baumart wächst, aus deren Stiel sieben Blätter herauswachsen.Wir fuhren weiter und besuchten Nalanda, die Ruinen der ehemaligen Universitätsstadt, aus der die meisten der berühmten buddhistischen grossen Lehrer hervorgingen.In Pullahari, wo wir im Kloster „Vajra Vidya Phulahari Thrangu Monastery“ einen warmen und herzlichen Empfang erhielten, wurden wir reichlich bewirtet und übernachteten wir.Am nächsten Tag sollten wir den Ganges über eine lange Brücke überqueren. Bereits einige Kilometer davor war ein Stau und je weiter wir im Schneckentempo vorwärtskamen, je unvollstellbarer war das Gedränge und das Chaos.Als wir dann doch noch zur Brücke kamen und hinüber fuhren, war ein Teil abgesperrt, weil die linke Hälfte der Brücke gebrochen und abgesenkt war. Ich traute meinen Augen nicht, aber wir kamen heil auf der anderen Seite an.Nach dem Ort Vaishali, wo die Nonnen den Buddha baten, für ihre Gleichberechtigung einzustehen, fuhren wir weiter nach Varanasi und Sarnath, wo wir im Nonnen-Kloster „Orgyen Samye Chokhar Ling“ wohnten. Auf der gleichen Strassenseite war das Männerkloster Vajra Vidya, wo der Karmapa erwartet wurde und wohnen würde.Bis zur Ankunft des Karmapa besuchten wir fast jeden Morgen die nahe gelegene „Dhemekh Stupa“ von Sarnath, praktizierten in den Ruinen bei einer keinen Tara-Stupa und umrundeten die Stupa oder ich sass einfach da und staunte.Während eines Ausflugs nach Varanasi am frühen Morgen unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem 
Ganges, von wo aus wir das geschäftige Treiben, welches mit Zunahme des Tageslichtes geschäftiger, bunter und farbenfroher wurde, beobachten konnten. Auf diesem Fluss ist der Kreislauf von Tod, Leben, Sterben und Wiedergeburt so offensichtlich wie wohl kaum an einem anderen Ort.
Der Situation der leidenden Tiere und den kleinen Kindern, die ihre Baby-Geschwister ungeschützt im Getümmel der Touristen und Verkehr, dem Dreck und Staub zum Betteln herumschleppten, schockierte mich täglich aufs Neue, trotzdem war diese zweite Indienreise ein unvergessliches Erlebnis, vor allem natürlich durch die Begegnung mit dem Karmapa.Ich möchten an dieser Stelle aus tiefstem Herzen Tenzin Dapel, Tenzin Nangpel, Karma Lodro Drolma und Karma Yeshe für ihre herzerwärmende Fürsorge und Aufmerksamkeit danken. Und Anna wünsche ich viel Glück zur Ordination. Nicht zuletzt Venerable Lhundrup Damcho für ihre Aussage: „War das nun ein Traum oder Wirklichkeit?“

Mittwoch, 5. März 2014

Gyalwang Karmapa wird morgen lehren

Wir haben das grosse Glück, dass der Gyalwang Karmapa morgen eine Session Belehrungen offeriert und sie wird live übertragen auf: http://www.kagyumonlam.org/Webcast/live_webcast.html
Um 15 Uhr indische Zeit, das heisst um 10.30 Uhr Mitteleuropäische Zeit wird die Übertragung sein.



Dienstag, 4. März 2014

Grosse Vorfreude

Liebe Dharmafreunde.
Die weltweite Resonanz auf die Ankündigung des Besuchs S.H.
Karmapa in Deutschland ist gewaltig und Ausdruck der großen
Vorfreude, die das Kamalashila Institut® und die Organisatoren mit
Euch allen teilen. Wir bitten jedoch um etwas Geduld und darum,
von allen Anfragen bezüglich Unterbringung und Eintrittskarten
vorerst abzusehen. Wir werden die Buchungsmöglichkeiten, sobald
sie verfügbar sind, auf den Webseiten
– Karmapa in Germany, 
www.karmapa-in-europe.net,
www.karmapa-germany.de
– Kamalashila Institut®, 
www.kamalahila.de bekannt geben.

Montag, 3. März 2014

Grossartige Neuigkeiten




Eine wunderbare grossartige Neuigkeit verbreitete sich wie ein Lauffeuer:




Der lang- ersehnte Besuch von Seiner Heiligkeit dem Karmapa Ogyen Trinley Dorje in Europa wurde bestätigt und ist nun in voller Planung:
Der Gyalwang Karmapa wird vom 28. Mai bis 9. Juni in Deutschland sein.

Hier kann mehr nachgelesen werden: karmapanetwork oder Kamalashila.

EMAHO!

Abgesagt

Leider wurden die Frühlings-Unterweisungen von Seiner Heiligkeit dem Gyalwang Karmapa abgesagt.
Hier können Unterweisungen von den letzten Monaten und Jahren geschaut und gehört werden:
http://www.youtube.com/user/Karmapateachings

Sonntag, 2. März 2014

Frühlings Unterweisungen

Hier noch eine Ankündigung für die Unterweisungen von dem Gyalwang Karmapa, welche voraussichtlich vom 4. bis 6. März statt finden und live übers Internet übertragen werden, auf der Seite http://www.kagyumonlam.org/Webcast/live_webcast.html. Für die genauen Zeiten check die folgende Webseite: http://kagyuoffice.org/webcast/spring-teaching/

Die Unterweisungen werden ins Englische übersetzt sein.

Wunderbares Neues Holz-Pferde-Jahr

Hier in Sarnath, in dem Kloster von Thrangu Rinpoche hatten wir das grosse Glück gemeinsam mit dem Gyalwang Karmapa und Thrangu Rinpoche das neue Jahr “einzuläuten”. Nach Tibetischen Kalender beginnt heute das Holz-Pferde-Jahr.
Aus diesem Grund sende ich euch allen meine besten Wünsche für das neue Jahr. Mögen sich eure Wünsche erfüllen und möget ihr gesund sein. Mögen sich auch eure Familienmitglieder und Freunde an guter Gesundheit erfreuen und ihr alle viele Momente der Freude und des Glücks erleben.

Hier ein paar Verse für das neue Jahr aus dem Wunschgebet „Für das Glück und die Freude der Wesen“:

Die Menschen seien ohne Furcht vor Krankheit, Alter, Krankheit, Tod 
und ihre Sicht der Welt sei zutreffend.
So entstehe ein Geist wechselseitiger Liebe in ihnen 
und eine Freude ohne Mass verbreite sich. Darum bitte ich.

Die Städte seien mit Girlanden weisser Fähnchen,
die sich im sanften Winde bewegen, verschönt und
sie seien mit gutgekleideten, juwelengeschmückten, 
wohlhabenden Menschen angefüllt. Darum bitte ich.

Durch schöne Wolken, Ketten von Blitzen am Himmel,
durch den betörenden Tanz frohlockender Pfauen auf der Erde
und durch feinen, gemächlich fallenden Regen
verbreite sich Freude unter den Wesen. Darum bitte ich.

Die Berge seien mit Gräsern, Blumen und Wasserfällen geschmückt,
die verschiedenen Täler reich an Vieh und Getreide.
Dass die Menschen Gesänge höchster Freude singen und
Somit frei von Hochmut und Streit sind. Darum bitte ich.