Sonntag, 1. März 2009

Kleine Nonne zwischen Hauser die an den Wolken kratzen

Visa, ein Thema um das alle moeglichen Geschichten kreisen, wenn man in Indien weilt und das einem irgendwann auch etwas auf den Geist gehen kann…
Nicht desto trotz, ein Thema mit dem man sich auseinandersetzen muss, solange die Gueltigkeit des Visums 3 bis 6 Monate betraegt.

Da ich bis dahin meinem Gefuehl gefolgt bin, das mir zu interessanten Erlebnissen jedoch nicht zu einem langen Visum verhalf, beschloss ich mich diemal ganz auf den Rat des Lamas zu verlassen.

Und der Rat hiess: Amerika!

Amerika, gross und unbekannst, da blieb mir nichts anderes als mich nun ganz dem Fluss anzuvertrauen und sehen wohin mich der Strom zog.
Da meine Nonnenschweser Damchoe-la in New York aufwuchs und dort in der Naehe auch der Hauptsitz Seiner Heiligkeit dem 17. Karmapa ist, schienen in New York alle Tueren aufzugehen. So beschloss ich mein langes Indienvisum in New York zu beantragen.

Na ja, toent ja schon etwas verrueckt, in die USA fuer ein Visum zu reisen, doch wenn man bedenkt wie busy der Geist bei jeder Reise wird, wie unnoetig die Unterbrueche in Studium und Praxis sind und wie viel Geld es kostet alle 6 Monate auszureisen, beschloss ich, das dies genug Gruende sind ins Land der “grenzenlosen Moeglichkeiten” aufzubrechen. Mit viel Vertrauen und aufgetankt mit Segen des Monlams in Bodhgaya flog ich am 18.Jan.09 los.

Durch die langjaehrige Freundschaft die Damchoe-la und Chris pflegen, war es mir moeglich bei Chris und ihrer Familie einen Unterschlupf fuer knapp eine Woche in Manhatten zu haben.
Offenherzig und grosszuegig wurde ich empfangen. Mit der 5 jaehrien Sarah durfte ich jeden Abend mit dem Barbieauto durch Fantasieland-schaften fahren und tagsueber genoss ich Spaziergaenge durch den verschneiten Central Parc und Besuche im Metropolitanmuseum. Als ich stehenblieb und nicht mehr aus dem staunen raus kam als ich den langen Waenden von diesen so endlos scheinenden Hausern entlangschaute, konnte glaub jede und jeder leicht erkennen, dass ich das erste Mal in New York war.

Genau an dem Tag, an dem die Mehrheit von Amerika aufatmete und sich darueber freute, dass es tatsaechlich moeglich ist, dass ein schwarzer Praesident in das weisse Haus zog, an dem Tag, bekam ich das Visa der indischen Botschaft von New York in meinen Pass geklebt, mit der Gueltigkeit bis Januar 2014. Das timing war einfach grandios.
Der Hauptzweck der Reise war erfuellt.

Nun folte ich den Spuren von SH Karmapa Urgyen Trinle Dorje die mich in das Retreat-zentrum Karmeling brachten.
Fortsetzung folgt…

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