Bodhgaya


Nun sind es doch schon zwei Wochen, seit wir - Damchö-la und ich- uns mit Sack und Pack auf den Weg machten, zu dem wohl heiligsten Ort der Buddhisten, Bodhgaya. Hier, mit dem festen Entschluss, sich aus allem Leiden zu befreien, setzte sich Buddha Shakyamuni vor über 2500 Jahre unter einen Baum, versunken in tiefer Meditation, erwachte er zum vollen Potential des Geistes. Somit wurde Bodhgaya ein Pilgerort für die Buddhisten aller Traditionen und einen Ort, an dem all die verschiedenen Lehren Buddhas praktiziert werden. Es scheint nicht von ungefähr zu sein, dass dieser heilige Platz inmitten des ärmsten Staates von Indien ist und somit uns täglich konfrontiert mit all den verschiedenen Formen des Leidens die in unserer Welt existieren. Dies macht einen Aufenthalt in Bodhgaya zu einem sehr intensiven und direktem Erlebnis, mit den einerseits Bäche, ja Wasserfälle an Segen und Inspirationen die auf uns niederprasseln und andrerseits der Konfrontation mit Armut, körperlichen und geistigen Leiden und vor allem mit der Auseinandersetzung des eigenen Geistes, wie er auf diese Konfrontationen reagiert und den Test, wie viel man von den wertvollen Worten Buddhas nun wirklich in die Praxis setzen kann. Dies hilft um ein mal mehr zu anerkennen, dass ich ganz am Anfang dieses Pfades bin und es noch ganz viel aufzudecken gibt, nährt jedoch auch die unglaubliche Freude einen solchen Weg gefunden zu haben und die Wertschätzung und das Vertrauen in das Potential und den Reichtum in jedem von uns.

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