Feiern

Am 17. Februar waren es genau zwei Jahre, in denen wir- Nangpel-la und ich- den Dharmaweg mit den Novizinnengelübden in unseren Herzen gehen. Und ein Jahr ist es her, als Gyalwang Karmapa die Haarschneidezeremonie für Drölma-la durchführte, als erster Schritt für ihre Ordination im März 2009 mit Thrangu Rinpoche. Um all dies zu feiern, rezitierten wir für mehr als drei Stunden ausgewählte Wunschgebete und widmeten unsere Freude und all unsere Verdienste für die Glücklichkeit aller Wesen.

Was alles in diesen zwei Jahren passiert ist, geht über die Worte hinaus und alles was mir bleibt ist meine Freude über unsere zwei Jahre neues Leben auch hier mit einem Wunschgebet zu feiern. (Ein paar Verse aus dem „Wunschgebet für Glück und Freude der Wesen“)
Die Menschen seien ohne Frucht vor Krankheit, Alter, Tod und ihre Sicht der Welt sei zutreffend. So entstehe ein Geist wechselseitiger Liebe in ihnen und eine Freude ohne Mass verbreite sich. Darum bitte ich.
Die Städte seien mit Girlanden weisser Fähnchen, die sich im sanften Winde bewegen, verschönt und sie seien mit gut gekleideten, juwelen geschmückten, wohlhabenden Menschen angefüllt, darum bitte ich.
Durch schöne Wolken, Ketten von Blitzen am Himmel, durch den betörenden Tanz frohlockender Pfauen auf der Erde und durch einen feinen, gemächlich fallenden Regen verbreite sich Freude unter den Wesen. Darum bitte ich.
Die Berge seien mit Gräsern, Blumen und Wasserfällen geschmückt, die verschiedenen Täler reich an Vieh und Getreide. Dass die Menschen Gesänge höchster Freude singen und somit frei von Hochmut und Streit sind, darum bitte ich.
Kraft des Mitgefühls und des Segens der verlässlichen Guru, Kraft der Wahrheit des Soseins aller Erscheinungen und durch die vollkommene reine Kraft meiner erhabenen Absicht geschehe alles entsprechend meinem Bitten.

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