Sonntag, 27. April 2014

Ana-Garika


Nach wie vor sind wir hier in Nepal, ganz ungeplant…
Warum? Unsere Ana, die nun schon September teil unserer Gemeinschaft ist, wartet auf den Moment ihrer Ordination. Es fällt schon äußerlich auf, dass da noch etwas anders ist als bei den anderen vier Gemeinschaftsmitglieder- da sind diese Haare und dann auch die so unpraktisch weißen Kleider- welche Ana zu regelmäßigen Waschen veranlassen –(Indien/Nepal und weiße Kleider… eine nicht sehr praktische Kombination).
Jedoch viel wichtiger als diese äußeren Kleinigkeiten ist es, dass Ana zwar den starken Wunsch hat die Novizinnen Gelübde zu erhalten, diese jedoch noch nicht in ihrem Geistesstrom hält. Somit ist sie noch nicht Teil der ordinierten Sangha welche das Versprechen ablegte, bis zum Lebensende die Gelübde zu halten, zu pflegen, in ihnen zu lernen und damit viele Menschen zu einem ethischen, einfachen, zufriedenen Leben zu inspirieren.

Ana kommt von Puerto Rico, wurde jedoch in der Dominikanischen Republik geboren und verbrachte dort auch ihre Kindheit.
Trotz ihrer gut 50 Jahre eigenständiges und selbstbestimmtes Leben hat sie sich sehr gut in die Gemeinschaft eingefügt. Ihr Humor und ihre große Lebensfreude sind ansteckend und bringen Leichtigkeit in herausfordernde Situationen. Ihre Hingabe zur Dharmapraxis ist offensichtlich und inspirierend, so haben wir mit großer Freude mit Ana die letzten ihrer 111 111 Niederwerfungen bei der Stupa in Sarnath gemeinsam vollenet. Ein Fest der Mitfreude.

Wir alle können deutlich sehen, dass es Zeit ist, dass Ana ihre Gelübde erhält und so als Nonne ihr Training beginnen kann.
Es brauchte drei Anfragen- wie manchmal üblich mit großen Meistern- bis Ana das „ok“  und das Datum für ihre Ordination bekam.

Nun sind wir alle fünf hier, in Namo Buddha, dem Kloster von Thrangu Rinpoche und bereiten Ana auf den grossen Moment vor, dem Moment in dem sie sich in die 2500 Jahr alte Linie der Buddhistischen Nonnen einreiht....

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