Kleine Pilgerreise durch die Schweiz


Von einer langjährigen Dharma- prakti-zierenden wurde ich für eine kleine Schweizer- pilgerreise eingeladen, zusammen mit meiner Mutter und der Ehr- würdigen Ariya ÑaniAriya Ñani ist eine Nonne aus der Schweiz die für fast 20 Jahre bei ihrem burmesischen Lehrern in Burma lebte und meditierte und seit 1999hier in der Schweiz und anderen Orten auf der Welt Meditations- retreats leitet und lehrt.
Vor ungefähr 13 Jahren habe ich begonnen in der Theravada Tradition zu meditieren jedoch habe ich es zu meinem bedauern nie geschafft, das Kloster in Kandersteg (Berner Oberland) von der Thailändischen Waldtradition zu besuchen.
Doch nun, selber auf dem Nonnenweg, scheint es möglich zu werden Dhammapala- wie das Mönchskloster genannt wird- zu besuchen.
Das Wetter kalt und regnerisch hatte keinen Einfluss auf unser freudvolles „Reisli“- im Gegenteil- ließ uns sogar noch mehr die vielen Stunden in den so unglaublich komfortablem Schweizerzügen schätzen.
Kaum waren wir alle vier in Zürich im gemeinsamen Abteil beisammen, packte Arya Ñyani Thermoskannen mit Roiboosh Chai aus, welcher unsere Körper wärmte. Begleitet von dem würzigen Duft des Chai´s führten wir anregende Gespräche.
Ariya Ñani und ich spazierten in Kandersteg voraus um rechtzeitig um 11 Uhr fürs Mittagessen im Kloster zu sein. Mit einem warmen ruhigen Lächeln empfingen uns die Mönche, die noch vor dem Haus am Arbeiten waren.
Kaum über die Schwelle getreten verband sich der Geist mit der tiefen Stille und Praxis welche dieses Haus füllt und dann plötzlich, tauchen bekannte Gesichter auf: Die Ehrwürdige Nonne Brahm aus England und Ajahn Metta, beides Nonnen aus der Waldklostertradition. Ajahn Metta welche in meinem Prozess der Entscheidung eine sehr wichtige Rolle spielte. Ich traf sie dann nach meiner Ordination wieder in Indien, begrüßte mich mit großer Freude- nach vier Jahren dürfen wir wieder ein mal hören und spüren wo jede grad so drin und dran ist. Man hätte dies ja nicht planen können. Ajahn Metta war grad einen Tag vor ihrer Abreise zurück ins Kloster in England (Chitthurst) und ich knapp vier Wochen hier zum ersten Mal im Dhammapala- ja so sind halt diese Verbindungen- sie klappen am besten wenn mans nicht plant.

Dann durfte ich das erste Mal mit einer Almosenschale essen, gemeinsam mit dem Abt, den drei Mönchen und dem Anagarika des Klosters und drei Nonnen. Ein grosses Gefühl der Freude und tiefer Verbundenheit erfüllte mich, dankbar teil von diesem Moment zu sein.

Nach dem Mittagesse teilte der Abt Ajahn Khemasiri seine kostbare Zeit mit uns. Wir sprachen über die Traditionen, die Schwierigkeiten des monastischen Lebens, die Bhikshuni Ordination und er erzählte über seine Begegnung mit dem 16. Gyalwang Karmapa.

Nach den Niederwerfungen in der wunderbaren Meditationshalle im Dachstock und einer Tasse Teee mit Ajahn Metta spazierten wir wieder zurück zum Bahnhof, vorbei an Berglandschaften und Wasserfall.
Doris, unsere „Reiseführerin“ organisierte ein Zusammentreffen mit der Ehrwürdigen Ani Rita, eine Nonne welche ich noch aus meinem ersten „Introduction in to Buddhism“- Kurs im Zentrum in Tushita, Dharamsala, kannte und die nun in der Schweiz lebt und das tibetisch Buddhistische Zentrum in Bern leitet ist.
Mit viel Lachen und 
interes- santem Austausch berührte und inspirierte auch diese Begegnung welche sich dann in Bern sich auflöste. Wir vier fuhren weiter nach Zürich wo noch ein weiteres Geschenk auf uns wartete: Wir durften an der Meditation in der Dhamma- gruppe Zürich teilnehmen und ich wurde angefragt etwas aus meinem Leben und unserer Gemeinschaft zu erzählen. Nach dem Austausch von spannenden Fragen fuhren wir wider zurück in die Ostschweiz, erfüllt, inspiriert und dankbar einen solch wunderbaren Pilgertag hier in der Schweiz erleben zu dürfen.

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