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Schneebergen und Ricolatäfeli

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Von einer Nacht auf die andere wurden den Vorhimalayas- die wir hier von unserem Klösterchen aus sehen können- einen weissen Zuckerhut aufgesetzt. Mit grosser Freude machte ich meine Dharmaschwestern auf diesen bezaubernden Anblick aufmerksam und musste feststellen, dass nicht alle die gleiche Begeisterung teilen. Im Gegenteil, einen Tag später bin ich am Kräutertee brauen, Rigolahustentäfeli aus dem hintersten Ecken der geheimen Vorräten ausgraben, Echinaceapastillen und homöopathische Mittel am Verteilen. Zum Glück sind wir zu viert und wir haben verschiedene Wetterlagen bei denen wir uns gegenseitig Teeli brauen können. Hat es mich Ende Monsun doch ziemlich ins Bett gelegt, kämpfen nun zwei Dharmaschwestern mehr mit der Kälte. Mit den Tipps und Tricks unserer Mütter in unseren Herzen, üben wir uns darin auch in diesen Fällen so gut wie möglich füreinander zu sorgen.

Spieglein, Spieglein...

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(Fortsetzung der Herbst-Belehrungen von Gyalwang Karmapa.) Mit einigen Geschichten brachte Gyalwang Karmapa mit viel Humor und Leichtigkeit die tiefgründigen Themen auf den Punkt. So auch in der Geschichte über einen König und seinem Diener. Eines Tages erhaschte der König einen Blick in einem Spiegel und rief aus: „Was ist dies für ein hässliches Gesicht!“ Offensichtlich überzeugt, dass das Problem im Spiegel liegt, entschied der König den Spiegel nicht mehr in die Hand zu nehmen und empfahl dem Diener ebenfalls nicht in den Spiegel zu schauen. Der Diener jedoch sah dies als eine Gelegenheit um dem König sein Leid zu klagen: „Ihre Majestät, Sie haben Ihr Gesicht einmal im Spiegel gesehen und müssen dies nun nie mehr tun. Ich jedoch muss dieses Gesicht die ganze Zeit angucken, Tag für Tag, und werde es auch in der Zukunft ansehen müssen.“ Gyalwang Karmapa fügte dann hinzu, dass genau wie wir in den Spiegel schauen für unsere körperliche Erscheinung, ist es noch von viel grösserer Notwe...

Zeitgemäss, humorvoll und tiefgründig

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Ein bisschen einen Geschmack der letzten Belehrungen von Gyalwang Karmapa möchte ich hier weitergeben. Dieser kleine Einblick in einen Ozean von Weisheit habe ich hauptsächlich aus den Zusammenfassungen auf der Webseite (in Englisch) und von ein paar Worten aus meinen Notizen entnommen. Gyalwang Karmapa bewies einmal mehr seine Fähigkeit die tiefgründigen Lehren des Buddha in den Kontakt mit unserer Zeit zu bringen. Als er über den Unterschied des Buddhas und unsereins sprach sagte er, dass wir denken mögen, dass Buddhas königlicher Reichtum ihm gewissen Vorteil verlieh, als hätte er Apple Computers angefragt ihm einen speziellen Mac Gehirn herzustellen während wir uns und mit einem Windows XP - Gehirn zufrieden geben müssen. Jedoch ist das Gegenteil der Fall, wir alle teilen den grundsätzlichen Wunsch, glücklich zu sein und Leiden zu vermeiden, während wir jedoch verwirrt darüber sind, wie wir unsere eigenes Glück schaffen, hat der Buddha ganz und gar verstanden, was die wirklichen U...

Dharmanektar

Die Freude mit dem Geist zu arbeiten lässt meinen Wissensdurst für Dharma immer grösser werden. Da ist es immer wieder ein riesen Geschenk, Belehrungen von den verschiedenen Lehrern zu erhalten, um immer mehr Worte mit den Erfahrungen verknüpfen zu können. Um ein bisschen dieses Glück und diese Freude mit euch teilen zu können, möchte ich euch hier mitteilen, dass Gyalwang Karmapa Orgyen Trinley Dorje, vom nächsten Mittwoch,15.09. für fünf Tage, bis zum 19.9., zum Thema „Wie kultivieren wir relatives Bodhichitta?“ Belehrungen geben wird. Hier in Indien von 16.00 bis 18.00 Uhr, in der Schweiz/Deutschland von 12.30 bis 14.30 Uhr werden diese Belehrungen live übers Netz übertragen auf http://www.karmapa-teachings.org/ . Die Übersetzung wird auf Englsisch sein. So freue ich mich mit möglichst vielen von euch diesen wertvollen Nektar zu kosten.

Einfach das Licht anschalten

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Manchmal ist es schon ein bisschen hart... Dann steigt doch irgendwelche Aversion oder Wut auf und dann, ganz nach seiner alten Gewohnheit findet der verblendete Geist die Schuldige oder der Schuldige oder das Schuldige, das uns scheinbar dieses grosse Leiden bringt. Ganz schnell steigt dann auch noch die dazugehörige Geschichte und die 100 Gründe auf, warum wir diese Person, diese Situation oder dieses Ding wirklich nicht leiden können. Hört man sich die Geschichten und all die Gründe jedoch etwas genauer an, muss man sich zugestehen, dass die Geschichten alles andere als neu sind und die Gründe, … hmmm, haben nicht sehr viel mit der Realität zu tun. So sitzt man also in diesem Haufen von verblendeten Emotionen und hat plötzlich niemanden und nichts was man dafür beschuldigen könnte. Einen guten Moment um tief Luft zu holen und zu beginnen die Verantwortung für das eigene Leiden zu übernehmen. Ja, ja, nicht immer ein ganz einfacher Prozess, jedoch langzeitig sehr wertvoll und unheimli...

Report aus Ladakh und Hilfe für Ladakh

Hier setze ich zwei Briefe in den Blog von einer deutschen Frau- Nicke- Ann- die mit uns einen Teil des Pullaharikurses in Nepal besuchte. Nicke-Ann ist diesen Sommer für eine Forschungsarbeit nach Ladakh gereist und hat so das ganze Disaster der Naturkatastrophe miterlebt. Im Moment hilft sie, wo immer sie kann und bittet um finanzielle Unterstützung. Erster Brief Liebe Freunde Der Familie, mit der ich zusammenlebe und mir geht es gut. Jedoch starben hier viele Leute, die Anzahl der gefundenen Leichen ist ungefähr bei 140 bis jetzt, jedoch mehr als 500 Personen werden nach wie vor vermisst und mehr als 1000 Häuser wurden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zerstört. Die am meisten betroffenen Gebiete sind in Leh das öffentliche Spital, die Radiostation und der Busstand und die Dörfer Phyang und Saboo aber auch Choglamsar in dem ich im Moment lebe. Wir hatten Glück, dass der riesen Erdrutsch und die Schlammkatastrophe unseren Teil des Flüchtlingscamps nicht traf. Wir mussten aber ...

Monsunzeit-Krabbelzeit

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Seit nun etwa einem Monat ist der Monsun in vollem Gange hier. Dieses Jahr ist es ein „richtiger“ Monsun, nicht solch schwache Post wie letztes Jahr. Jedoch haben wir dieses Jahr das grosse Glück, dass uns keine Wasserfälle im Haus überraschen. Der Besitzer des Hauses war letzes Jahr glücklicherweise genau in der Monsunzeit zu Besuch gekommen, so konnte er einige Vorrichtungen gegen die Wassermenge grad selbst in die Hand nehmen. Nicht nur uns Menschen (oder wenigstens den meisten- siehe Foto...) ist es in dieser Zeit häufig etwas zu Nass, auch alle verschiedensten Kreaturen scheinen einen trockenen Platz zu bevorzugen. Auch wenn sie da in die Gefahr laufen von so grossen Riesen wie uns zertrampelt zu werden. Auf diese Weise helfen uns vor allem die Ameisen in verschiedensten Grössen und Formen, unsere Achtsamkeit zu schulen und beim Gehen und Putzen vorsichtiger zu sein. Bei meiner morgendlichen Praxis unter dem Vordach der Terrasse habe ich mich damit abgefunden und sogar Freundschaf...